Seit Jahrhunderten ist Rübezahl der Herr der Berge im Riesengebirge. Seit langem lebt er zurückgezogen in seiner Höhle, weil ihn die Menschen bitter enttäuscht haben. Da erfährt er eines Tages durch seinen Vertrauten, einen Zwerg, dass unten in den Tälern viel Unrecht geschieht, die Menschen sich gegenseitig betrügen und bestehlen und nicht mehr daran glauben, dass der Berggeist noch lebt. Rübezahl ist traurig und entsetzt über diese Geschichten und beschließt, wieder einmal in die Täler zu gehen. Dort erlebt er nun, dass die Menschen ihn tatsächlich vergessen haben. So macht er sich einen Spaß daraus, sie durch Zaubereien und Neckereien zu erschrecken und zu belehren. Er beschenkt die guten Menschen und bestraft die bösen. Alle merken nun, dass der Berggeist wieder unter ihnen lebt und sie hören auf, über Rübezahl zu spotten. Seit 999 Jahren lebt Rübezahl in seinem Höhlenreich im Riesengebirge. Enttäuscht von der Schlechtigkeit und der Falschheit der Menschen hatte er jeden Kontakt zu den Bewohnern der Erde abgebrochen. Dann aber erfährt Rübezahl von einem Zwerg, dass die Menschen in all den Jahren aufgehört haben, an seine Existenz zu glauben. Zornig über diese Missachtung beschließt der Herr der Berge, auf die Erde zurückzukehren und den Menschen eine gewaltige Lektion zu erteilen - auf dass sie ihn niemals wieder vergessen.