SRF DOK
Info, Dokumentation • 12.04.2021 • 04:25 - 05:15
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Originaltitel
DOK
Produktionsland
CH
Produktionsdatum
2021
Info, Dokumentation

SRF DOK

Die Filmemacherin Silvia Bellotti ist allein mit ihrer Kamera in diesen Kosmos eingetaucht. Während fast zwei Jahren hat sie immer wieder Begegnungen zwischen Klienten und Beamten beobachtet. In dieser Zeit ist sie sozusagen Teil des Inventars geworden und kann so ein ungestelltes und ungeschminktes Bild der Probleme und Befindlichkeiten der neapolitanischen Unterschicht zeigen. Darüber hinaus zeigt der Film, dass dieser Ort der Bürokratie auch eine Begegnungsstätte sozialer Gegensätze ist. Da ist etwa die Witwe, die vermutet, dass eine Nachbarin sie aus der Wohnung mobben will. Im Lauf der Diskussionen kommt nebenbei heraus, dass die Frau weder lesen noch schreiben kann. Eine andere Frau hat seit Monaten keine Miete mehr bezahlt, weil sie und ihr Mann arbeitslos sind. Jetzt droht ihr die Ausweisung und sie sucht am Schalter Rat, wie sie diese abwenden kann. Ebenso wie die Mieterinnen und Mieter erhalten auch die Beamten ein Gesicht. Da ist der eher bärbeissige Sachbearbeiter, der findet, dass die meisten seiner Klienten nichts als Blödsinn reden. Oder der andere, der darauf beharrt, dass sein Gegenüber eine Vollmacht ihrer Cousine bringt, für die sie doch bloss eine Auskunft einholen will. Aber neben diesen Klischeebeamten sind auch Momente tiefster Herzlichkeit zu sehen: Wenn etwa zwei Sachbearbeiterinnen versuchen, einer traurigen Witwe wieder Lebensmut zu geben. Oder wenn der Verwaltungsbeamte Duraccio beginnt, das Anliegen einer Migrantin zu seiner persönlichen Aufgabe zu machen. Am Schluss empfängt er die Frau eher wie eine Freundin und nicht mehr als Bittstellerin. So zeigt sich auch, dass selbst im tiefsten Dschungel der Vorschriften und Paragrafen Lösungen möglich sind.
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