Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

  • Torbogen mit Strasse im Bereich der ehemaligen Herbergen. Vergrößern
    Torbogen mit Strasse im Bereich der ehemaligen Herbergen.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Wolfram Giese
  • Blick über die Gruftkirche und die dahinter liegende Basilika. Vergrößern
    Blick über die Gruftkirche und die dahinter liegende Basilika.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Wolfram Giese
  • Der ehemalige Pilgerplatz. Der reiche Pflanzenwuchs im Vordergrund entsteht durch das Wasser, das durch die Kanalisierung des Nils in die Ruinen eindringt. Vergrößern
    Der ehemalige Pilgerplatz. Der reiche Pflanzenwuchs im Vordergrund entsteht durch das Wasser, das durch die Kanalisierung des Nils in die Ruinen eindringt.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Wolfram Giese
Report, Dokumentation
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
1991
3sat
So., 03.02.
19:40 - 20:00
Abu Mena, Ägypten - Warten auf das letzte Wunder


Abu Mena, entstanden im 5. Jahrhundert, war der größte christliche Pilgerort in Ägypten. Benannt ist er nach dem heiligen Menas, einem römischen Legionär. Dieser starb unter dem römischen Kaiser Diokletian als christlicher Märtyrer. Der Legende nach wurde Menas in der Wüste Ägyptens nahe Alexandria begraben. An seinem Grab entwickelte sich ein Pilgerzentrum, das bis zum Beginn des 7. Jahrhunderts ausgebaut wurde. Aus Abu Mena sind Berichte über Wunder in den verschiedensten Sprachen erhalten. Die Pilger kamen aus allen christlichen Ländern nach Menasstadt und brachten Ampullen mit heilendem Öl bis nach Deutschland. Mit dem Siegeszug des Islams geriet die Stadt im 11. Jahrhundert in Vergessenheit. Tausend Jahre war sie unter dem Wüstensand vergraben, bis der Frankfurter Archäologe Karl Maria Kaufmann 1905 den Ort fand. Die Ausgrabungen dauern bis heute an. Für ägyptische Christen, die Kopten, ist Abu Mena seit der Ausgrabung durch die Deutschen wieder der wichtigste christliche Wallfahrtsort. Es ist jedoch ungewiss, wie lange diese ehemalige Pilgerstadt für die Wallfahrer offen bleibt. Abu Mena zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es liegt inmitten von kleinen Seen, bedeckt von grünen Pflanzen, die im Boden mehr als genug Wasser finden, denn die ehemalige Wüstenlandschaft ist mittlerweile von Kanälen durchzogen. Der Nil wird von der ägyptischen Regierung kanalisiert. Das Wasser soll Arbeitsplätze und Wohlstand für die Region bringen. Doch das Wasser überschwemmt Abu Mena. Die Mauern versalzen durch das ansteigende Grundwasser. Die unterirdischen Bauten, die einst von den Archäologen freigelegt wurden, wurden wieder zugeschüttet. Es herrscht Einsturzgefahr. Abu Mena steht mittlerweile auf der Roten Liste des besonders gefährdeten Welterbes und ist nur durch die Beendigung der Nil-Kanalisierung zu retten.


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