Wenn im Frühsommer weite Landstriche Zentral- und Südspaniens anfangen auszutrocknen, wird das Vieh über Hunderte von Kilometern in niederschlagsreichere Gebirge getrieben. Mitte des vorigen Jahrhunderts drohten die großen Tierwanderungen gänzlich zu verschwinden. Doch ab den neunziger Jahren kämpften Naturschützer und Hirtenvereinigungen für den Erhalt der Transhumanz, und schließlich erkannte auch der Staat die kulturelle und ökologische Bedeutung dieser Form der Fernweidewirtschaft für Spanien und Europa.