Schätze aus der Unterwelt - Entdeckung in Mexiko

  • Teotihuacán ist eine der größten Geisterstädte der Welt, das Rätsel um seine Erbauer eines der faszinierendsten der Archäologie. Vergrößern
    Teotihuacán ist eine der größten Geisterstädte der Welt, das Rätsel um seine Erbauer eines der faszinierendsten der Archäologie.
    Fotoquelle: ZDF/Anika Dobringer
  • Das Team findet insgesamt vier steinerne Figuren in der kreuzförmigen Endkammer. Sie könnten die Urahnen der Teotihuacános darstellen und als Wächter gedient haben. Vergrößern
    Das Team findet insgesamt vier steinerne Figuren in der kreuzförmigen Endkammer. Sie könnten die Urahnen der Teotihuacános darstellen und als Wächter gedient haben.
    Fotoquelle: ZDF/Anika Dobringer
  • Die paradiesische Szene auf dieser Wandmalerei in Tepantitla kann den Forschern helfen, den Schöpfungsmythos der Teotihuacános zu entschlüsseln. Vergrößern
    Die paradiesische Szene auf dieser Wandmalerei in Tepantitla kann den Forschern helfen, den Schöpfungsmythos der Teotihuacános zu entschlüsseln.
    Fotoquelle: ZDF/Anika Dobringer
  • Die Forscher vermuten, dass die Blickrichtung der "Wächterfiguren" einen Hinweis auf das Geheimnis gibt, das sie bewahren sollten. Vergrößern
    Die Forscher vermuten, dass die Blickrichtung der "Wächterfiguren" einen Hinweis auf das Geheimnis gibt, das sie bewahren sollten.
    Fotoquelle: ZDF/Anika Dobringer
  • Die Sonnenpyramide ist mit 63 Metern Höhe und einer Grundfläche von 225 x 225 Metern die drittgrößte Pyramide der Welt. Vergrößern
    Die Sonnenpyramide ist mit 63 Metern Höhe und einer Grundfläche von 225 x 225 Metern die drittgrößte Pyramide der Welt.
    Fotoquelle: ZDF/Anika Dobringer
  • In der nördlichen Endkammer des Tunnels entdeckt Sergio Gómez erst auf den zweiten Blick den entscheidenden Hinweis: eine Wasserlinie an der Wand. Vergrößern
    In der nördlichen Endkammer des Tunnels entdeckt Sergio Gómez erst auf den zweiten Blick den entscheidenden Hinweis: eine Wasserlinie an der Wand.
    Fotoquelle: ZDF/Anika Dobringer
  • Gómez und seine Arbeiter haben über 800 Tonnen Schutt und Erde aus dem Tunnel schaffen müssen. Vergrößern
    Gómez und seine Arbeiter haben über 800 Tonnen Schutt und Erde aus dem Tunnel schaffen müssen.
    Fotoquelle: ZDF/Anika Dobringer
Report, Archäologie
Schätze aus der Unterwelt - Entdeckung in Mexiko

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2016
ZDFneo
Sa., 16.06.
09:10 - 09:55


Die mexikanische Tempelstadt Teotihuacán ist eines der großen Rätsel der Archäologie. Mit der Entdeckung einer unterirdischen Tunnelanlage enthüllen Forscher ihre unglaubliche Geschichte. 2015 hat ein "Terra X"-Team die Grabungsarbeiten im Tunnel begleitet. Die zahllosen Fundstücke geben Einblick in das Leben einer multikulturellen Gemeinschaft, die eine zweite Chance erhielt und in Teotihuacán einen Neuanfang gewagt hat. Sergio Gómez Chávez, heute Chefarchäologe in Teotihuacán, ist noch Assistent, als er dort 2003 einen ummauerten Bodenschacht entdeckt, der viele Meter in die Tiefe führt. Der Wissenschaftler wagt den riskanten Abstieg in der Hoffnung auf eine große Entdeckung. Und die ist ihm tatsächlich gelungen. Am Ende des Schachts stößt Gómez auf einen zweiten, der horizontal verläuft und sich als ein über 100 Meter langer Tunnel entpuppt. Er enthält Tausende Artefakte. Die meisten von ihnen sind erwartungsgemäß sehr kostbar. Viel wichtiger aber sind die Geschichten, die sie erzählen. Die Fundstücke geben Einblick in das Leben der Erbauer und Bewohner von Teotihuacán, über die immer noch wenig bekannt ist, weil sie keine eigenen schriftlichen Zeugnisse hinterlassen haben. Zwölf Jahre sind die Archäologen mit Laserscanner, Spaten und Pinseln im Tunnel zugange. Sie schauen durch Schutzmauern, entdecken Werkzeug-Depots, graben Schmuck, Schatullen, Riesenmuscheln und vieles mehr aus. Und sie stellen fest, dass Wände und Decken im Dunkeln wie ein Sternenhimmel funkeln. Die eigentliche Sensation aber ist, dass der Gang in eine dreiarmige Kammer mündet, die direkt unter der "Pyramide der Gefiederten Schlange" liegt. Das Heiligtum ist dem Schöpfergott der Teotihuacános gewidmet, der höchsten Gottheit in der damaligen Welt. Zunächst vermuten die Forscher, dass sie auf ein Herrschergrab oder zumindest auf die Grablege eines hohen Priesters gestoßen sind. Diese Hoffnung erfüllt sich nicht. Aber einzigartige Funde zeigen, dass die unterirdische Anlage als geheimer Kultplatz gedient hat. Vor etwa 1800 Jahren wurde sie mit Süßwasser geflutet, verschlossen und bis zu ihrer Entdeckung nicht mehr betreten. Zum ersten Mal in der langjährigen Forschungsgeschichte der Pyramidenstadt ist es einem Archäologenteam gelungen, die bizarr anmutenden Rituale und märchenhaften Jenseitsvorstellungen der Gründungsväter von Teotihuacán zu rekonstruieren und zu erklären. Die "Terra X"-Folge "Schätze aus der Unterwelt" erzählt die ebenso dramatische wie glanzvolle Geschichte einer multikulturellen Gemeinschaft, die um die Zeitenwende vor dem Vulkanausbruch des Popocatepetl ins Hochland von Mexiko geflohen ist und dort aus dem Nichts eine der mächtigsten Metropolen ihrer Zeit errichtet hat.


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