Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

  • Die ehemalige Karawanserei Cinci Han;  fast alle Handelsrouten vom Schwarzen Meer nach Zentralanatolien führten durch Safranbolu. Vergrößern
    Die ehemalige Karawanserei Cinci Han; fast alle Handelsrouten vom Schwarzen Meer nach Zentralanatolien führten durch Safranbolu.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Martin Thoma
  • Safranbolu - Hauswand mit Fenster und Kind. Vergrößern
    Safranbolu - Hauswand mit Fenster und Kind.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Martin Thoma
  • Die ehemalige Karawanserei Cinci Han;  fast alle Handelsrouten vom Schwarzen Meer nach Zentralanatolien führten durch Safranbolu. Vergrößern
    Die ehemalige Karawanserei Cinci Han; fast alle Handelsrouten vom Schwarzen Meer nach Zentralanatolien führten durch Safranbolu.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Martin Thoma
  • Safranbolu - Stadttotale. Vergrößern
    Safranbolu - Stadttotale.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Martin Thoma
  • Die ehemalige Karawanserei Cinci Han;  fast alle Handelsrouten vom Schwarzen Meer nach Zentralanatolien führten durch Safranbolu. Vergrößern
    Die ehemalige Karawanserei Cinci Han; fast alle Handelsrouten vom Schwarzen Meer nach Zentralanatolien führten durch Safranbolu.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Martin Thoma
  • Safranbolu - Izzet-Pascha-Moschee - Innenaufnahme. Vergrößern
    Safranbolu - Izzet-Pascha-Moschee - Innenaufnahme.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Martin Thoma
  • Safranbolu - Gasse der Metallhandwerker. Vergrößern
    Safranbolu - Gasse der Metallhandwerker.
    Fotoquelle: ZDF/SWR/Martin Thoma
Report, Dokumentation
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2003
3sat
Mo., 28.05.
12:45 - 13:00
Safranbolu, Türkei - Eine Zeitreise zur anatolischen Seidenstraße


Safran, die kostbare Blume und das Gewürz der Liebe, gab ihr einst den Namen: Fast 700 Jahre lang war die Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Knapp 200 Kilometer nördlich der heutigen türkischen Hauptstadt Ankara gelegen, galt Safranbolu den Osmanen schon früh als "Hintergarten des Topkapi-Serail", des Herrscherpalastes am Bosporus. Seine Bewohner - Türken, Griechen und Juden - waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Viele arbeiteten am Sultanshof in Istanbul, manche stiegen gar in hohe Regierungsämter auf und schafften es wie der legendäre Izzet Mehmet Pascha zum Großwesir des Osmanischen Reiches. Das brachte Wohlstand und die nötigen Mittel für prächtige Stadtvillen. Zwei Großwesire stifteten Moscheen, sorgten für Infrastruktur, Stadtplanung und mit dem Bau des ersten Uhrenturmes im Osmanischen Reich auch für die Einkehr einer neuen Zeitrechnung. Die Segnungen der Moderne, breite Ausfallstraßen, große Geschäftsgebäude und Industriekomplexe, erreichten die kleine Stadt nie. Sie wurde schlicht vergessen. Doch dann realisierte man, dass dadurch ein einzigartiges Juwel ursprünglicher anatolischer Stadtkultur konserviert wurde. Seit 1994 wird das urbane Schmuckstück als Weltkulturerbe der UNESCO geschützt. Ein spätes Glück, das Safranbolu ein zweites Leben als "Echo des orientalischen Mittelalters" inmitten der Türkischen Moderne bescherte.


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