Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

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Fotoquelle: DW
Report, Dokumentation
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
1991
SWR
So., 17.06.
06:00 - 06:30
Dinos und andere Fossilien - Monte San Giorgio und die Grube Messel, Schweiz/Deutschland


Der Reichtum und die Vielfalt der versteinerten Überreste des Lebens auf der Erde ist am Monte San Giorgio weltweit einmalig. Die Unesco hat diesen Berg im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien im Jahr 2004 als grenzüberschreitende Welterbestätte auf die Liste des Weltnaturerbes gesetzt. Pyramidenförmig ragt der Monte San Giorgio aus dem Luganersee und ist 1.096 Meter hoch. Die ruhige Schönheit dieses Bergs - mit der Weite der reizvollen Umgebung und dem Blick bis in die Alpen - war immer auch ein Ort für Einsiedler, ein Kraftort und ein Ort der Besinnung. Der Berg birgt die Geheimnisse der Urgeschichte des Lebens auf der Erde von vor mehr als 200 Millionen Jahren, also auch die Geschichte unserer eigenen Herkunft als Menschen. Die ersten Funde von versteinerten Meeressauriern, die aus der Zeit der mittleren Trias stammen, wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gemacht. Das Potenzial dieser Fundstätte ist noch lange nicht ausgeschöpft. Heutige Grabungen nach über 200 Millionen Jahren alten Fossilien können Unbekanntes enthüllen, neue Funde können Lücken schließen im Wissen der Entwicklungsgeschichte des Lebens auf der Erde. Diese Fossilien sind für die Wissenschaft wertvolle Schätze und Zeugen der Urgeschichte des Lebens. Aber auch das Gestein am Monte San Giorgio, die über die Millionen Jahre abgelagerten feinsten Kalkschichten sind Beweise vergangener Zeit. Ist nun das, dem wir im Film begegnen, Beweis für die Vergänglichkeit oder für die Unvergänglichkeit - Zeuge für die Unendlichkeit oder für die Endlichkeit des Lebens auf der Erde? Was Pompeji für die Archäologie, bedeutet Messel für die Paläontologie. Hier stieß durch Zufall ein Naturforscher Ende letzten Jahrhunderts auf die Knochenabdrücke eines Krokodils, worauf die Fachleute hellhörig wurden. Vor 49 Millionen Jahren war die Ölschiefergrube ein blühender Lebensraum, ein See, gelegen in einem tropischen Regenwald. Das Gebiet lag vor der Kontinentalverschiebung noch auf der Höhe des heutigen Siziliens, also näher am Äquator. Doch die klimatischen Bedingungen veränderten sich, und was auf den Boden des Sees sank, wurde zu Stein. Nirgendwo gibt es so viele Fossilien auf so engem Raum, und kaum irgendwo sind sie so gut erhalten wie hier. Einer der berühmtesten Funde ist das "Urpferd", ein Vorfahre unseres heutigen Pferdes.


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