Schicksal Prag 1968

  • Irena Bre?ná im Zug: Für ihren autobiographischen Roman «Die undankbare Fremde» erhielt Irena Bre?ná 2012 den Schweizer Literaturpreis. Vergrößern
    Irena Bre?ná im Zug: Für ihren autobiographischen Roman «Die undankbare Fremde» erhielt Irena Bre?ná 2012 den Schweizer Literaturpreis.
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  • Hans Mumenthaler: Der 90jährige Hans Mumenthaler war 1968 oberster Flüchtlingsbeauftragter des Bundes. Die damals grosse Solidarität mit den Flüchtlingen hat er nie vergessen. Vergrößern
    Hans Mumenthaler: Der 90jährige Hans Mumenthaler war 1968 oberster Flüchtlingsbeauftragter des Bundes. Die damals grosse Solidarität mit den Flüchtlingen hat er nie vergessen.
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  • Irena Bre?ná mit Velo am Rhein: Irena Bre?ná emigrierte 1968 als 18jährige mit ihren Eltern nach Basel, es war nicht ihr eigener Entscheid. Lange Zeit fühlte sie sich nicht gut in der Fremde. Vergrößern
    Irena Bre?ná mit Velo am Rhein: Irena Bre?ná emigrierte 1968 als 18jährige mit ihren Eltern nach Basel, es war nicht ihr eigener Entscheid. Lange Zeit fühlte sie sich nicht gut in der Fremde.
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  • Jaroslav Krupicka: Die tschechische Familie von Jaroslav Krupicka litt unter Repressionen des kommunistischen Regimes. Für ihn war immer klar: «Du musst da weg»! Vergrößern
    Jaroslav Krupicka: Die tschechische Familie von Jaroslav Krupicka litt unter Repressionen des kommunistischen Regimes. Für ihn war immer klar: «Du musst da weg»!
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  • Jaroslav Krupicka wurde ein berühmter Eishockeyspieler: Er trainiert seine Enkel in der Kunsteisbahn Küsnacht, wo er als junger Flüchtling die Schweizer Hockeywelt betrat. Vergrößern
    Jaroslav Krupicka wurde ein berühmter Eishockeyspieler: Er trainiert seine Enkel in der Kunsteisbahn Küsnacht, wo er als junger Flüchtling die Schweizer Hockeywelt betrat.
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  • Jirí Dvorák machte in der Schweiz steile Karriere und wurde ein international angesehener Neurologe Vergrößern
    Jirí Dvorák machte in der Schweiz steile Karriere und wurde ein international angesehener Neurologe
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  • Jirí Dvorák in Prag: Jirí Dvorák machte in der Schweiz steile Karriere und wurde ein international angesehener Neurologe. Vergrößern
    Jirí Dvorák in Prag: Jirí Dvorák machte in der Schweiz steile Karriere und wurde ein international angesehener Neurologe.
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Report, Dokumentation
Schicksal Prag 1968

Infos
Produktionsdatum
2017
SF1
Mo., 28.05.
11:20 - 12:15


Der Medizinstudent Jirí Dvorák und der junge Hockeyspieler der tschechischen A-Liga Jaroslav Krupicka flohen nach Zürich, weil sie auf ein Leben in Freiheit hofften. Irena Bre?ná emigrierte mit ihren Eltern, die beide unter dem kommunistischen Zwangssystem gelitten hatten, nach Basel. Dvorák wurde ein höchst erfolgreicher Neurologe und Chefarzt der Fifa (1994 bis 2016), Krupicka ein berühmter Eishockey-Profi, der zwei Jahre für die Los Angeles Rangers und New York Sharks im Einsatz war. Anschliessend wechselte er zum SCBern und holte dort in den 1970er-Jahren mehrmals mit seiner Mannschaft den Meistertitel. Irena Bre?ná tat sich vorerst schwer mit dem Verlust ihrer slowakischen Heimat, Kultur und Sprache. Später wurde sie Journalistin und Schriftstellerin. Für ihren Roman «Die undankbare Fremde» erhielt die temperamentvolle Erzählerin 2012 den Schweizer Literaturpreis. Die Filmautorin hat als halbe Tschechin eine besondere Beziehung zu den tschechoslowakischen Flüchtlingen von 1968. Sie geht den Fragen nach, wie diese damals die Invasion der Warschaupakttruppen in der CSSR und die Aufnahme in der Schweiz erlebten. Wie verlief ihre Integration, was war positiv, womit hatten sie Probleme? Die drei Filmprotagonisten profitierten von der im Kalten Krieg grossen Solidarität der Schweizer Bevölkerung mit all jenen, die der kommunistischen Diktatur entflohen waren. Und sie profitierten von der damals höchst liberalen Schweizer Asylpraxis. Wie die meisten der 13 000 Flüchtlinge aus der Tschechoslowakei bekamen Irena Bre?ná, Jirí Dvorák und Jaroslav Krupicka sofort Asyl und wurden wie fast alle damaligen Flüchtlinge nach einigen Jahren eingebürgert. Und doch war es nicht leicht, in einem fremden Land Fuss zu fassen und in der Emigration zu leben. Was verbinden sie heute mit dem Begriff «Heimat», und wie unterscheidet sich ihr Schicksal von jenem der heutigen Flüchtlinge?


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