Schliemanns Erben

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Fotoquelle: ZDF/Corporate Design
Report, Geschichte
Schliemanns Erben

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2008
ZDFneo
Mi., 21.11.
06:00 - 06:45
Goldpyramiden im Inka-Reich


Das sagenhafte "Gold der Inka". Unermesslich reiche Schätze von höchster, staunenswerter Handwerkskunst? Legiert, gehämmert, genietet, mit beweglichen Gelenken? Strahlend gelb wie die Sonne, die die Inka anbeteten? Die Dokumentation erzählt die wahre Geschichte. 750 nach Christus: An der Pazifikküste von Peru landet eine Flotte aus dem Norden. Der Name ihres Anführers: Naymlap. Sein Hofstaat ist enorm, neben den Militärs begleiten ihn hohe Adlige als Beauftragte seiner Sänfte, seiner Bäder, seiner Federgewänder und auserwählte Untergebene, die den Weg ihres Herrn mit Muschelpulver bestreuen - die höchste Auszeichnung. Neben seiner Gemahlin folgen ihm zahlreiche Konkubinen, mit denen er viele Söhne zeugt. So will es die Legende, die im 16. Jahrhundert von spanischen Chronisten aufgezeichnet wurde. Die von Naymlap gegründete Dynastie wird zum reichsten Goldimperium der Neuen Welt aufsteigen, die Goldverarbeitung wie kaum ein anderes Volk beherrschen, die monumentalsten Pyramiden der Erde errichten und nach 600 Jahren untergehen. Die Ahnen der Inka dem Vergessen entrissen zu haben, dieser Verdienst gebührt vor allem einem deutschen Forscher: Hans Heinrich Brüning, ein junger Ingenieur aus Bordesholm. Er heuert 1875 auf einer Hazienda in der nordperuanischen Region Lambayeque an. In der flachen Landschaft fallen ihm "Berge" auf, die überhaupt nicht in die Region passen. Brüning entdeckt als Erster, dass sie künstlich, von Menschenhand geschaffen sind: Pyramiden, die voluminösesten der Welt, mit bis zu 700 Metern Länge. Zum Vergleich: Die-Cheops Pyramide ist rund ein Drittel so lang. Er fotografiert sie auf Tausenden von Glasplatten, die heute im Hamburger Völkerkundemuseum liegen - und er sammelt Hunderte von Goldobjekten der Lambayeque-Kultur, wie sie heute genannt wird. Professor Bernd Schmelz, Ethnologe am Hamburger Völkerkundemuseum, ist Brünings Erbe. Er sichtet den umfangreichen Nachlass und begibt sich im Norden Perus auf seine Spuren. Er will endlich das Rätsel um den legendären Dynastiegründer Naymlap knacken: seinen Tempel, seinen Palast und sein reiches Grab finden. Denn das berühmte "Gold der Inka" stammt zu 85 Prozent aus dem Lambayequereich - es war bunt bemalt.


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