Schnell mal zum Notarzt

Report, Reportage
Schnell mal zum Notarzt

HR
Mo., 11.02.
11:05 - 11:35


Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich die Zahl der Patienten in Notfallambulanzen verdoppelt. Wer nicht mit dem Rettungswagen kommt, Infarktpatient oder Unfallopfer ist, muss oft stundenlang warten. Die Kapazitäten vieler Krankenhäuser sind überlastet. Der hr-Journalist Christian Gropper hat wochenlang in der zentralen Notfallambulanz und der ärztlichen Bereitschaftszentrale in Darmstadt recherchiert, beobachtet und gefilmt. Die Reportage "Schnell mal zum Notarzt" zeigt das Leiden der Patienten, ihr langes, unnützes Warten, aber auch die Nöte von Pflegern, Ärzten und Klinikmanagern und das Bemühen von Medizinern des Bereitschaftsdienstes. Die allermeisten Patienten in Notambulanzen sind in Wahrheit keine Notfälle. Für die wirklich schweren Fälle bleibt dann zu wenig Zeit. Viele suchen bei Krankheit sofort die Notfallambulanz auf, weil sie keinen Hausarzt haben oder es Monate dauert, bis sie bei Fachärzten vorgelassen werden. Viele kommen, weil die Notambulanz abends und am Wochenende geöffnet ist, wenn Hausärzte geschlossen haben. Die eigentlich zuständigen ärztlichen Bereitschaftsdienste funktionieren oft nicht gut oder sind nur mäßig mit Medizintechnik und Fachkunde ausgestattet. Es kann vorkommen, dass ein Patient mit Knochenbruch auf einen Hals-, Nasen-, Ohrenarzt trifft. Für die Krankenhäuser ist die Lage vertrackt. Sie betreiben großen Aufwand an Technik und Personal, den sie für die Massen harmloser Alltagspatienten nicht bezahlt bekommen. Doch Versuche, die Kranken frühzeitig in Richtung des zuständigen ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu lenken, funktionieren schlecht. Ein Schalter als Eingang der Darmstädter Ambulanz, an dem die einfachen Fälle zur nahegelegenen Bereitschaftszentrale gelenkt werden sollen, ist oft verwaist. Es fehlt an Personal, so dass Patienten lange warten müssen und hochqualifizierte Notfallmediziner sich mit schweren Schnupfen-Fällen befassen müssen.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

HR Im Schockraum der zentralen Notaufnahme des Klinikums Darmstadt.

Schnell mal zum Notarzt

Report | 10.02.2019 | 18:30 - 19:00 Uhr
/500
Lesermeinung
arte Dr. Erika Preisig ist Allgemeinmedizinerin mit eigener Hausarztpraxis südlich von Basel und begleitet Menschen beim Sterben.

Re: - Tod auf Rezept - Wie wollen wir sterben?

Report | 12.02.2019 | 19:40 - 20:15 Uhr
/500
Lesermeinung
ARD Logo

FAKT

Report | 12.02.2019 | 21:45 - 22:15 Uhr
/500
Lesermeinung
News
Nachdem Matthias Schweighöfer sich bei einem Auftritt in Erfurt einen Halswirbel einklemmte und fortan alles doppel sah, musste der 37-Jährige das Konzert abbrechen. Das berichteten Augenzeugen der "Bild".

Matthias Schweighöfer musste sein Konzert in Erfurt vorzeitig abbrechen. Der Schauspieler und Sänger…  Mehr

Opfer im Konzentrationslager Mauthausen nach der Befreiung durch die Amerikaner. Ein Todeszug aus Flossenbürg führte kurz vor dem Kriegsende dorthin.

In Böhmen retteten mutige Anwohner KZ-Gefangene vor dem sicheren Tod. Der Dokumentarfilm "Todeszug i…  Mehr

Ein Paar im Film - und danach auch im wahren Leben: Diane Kruger lernt als französische USA-Touristin einen Park Ranger kennen und lieben, den "The Walking Dead"-Star Norman Reedus verkörpert.

Diane Kruger und ihr Partner Norman Reedus sind gerade Eltern einer Tochter geworden. Bei den Drehar…  Mehr

Die Küchencrew zückt auf engstem Raum gerne mal scharfe Messer: Jan Remus (Peter Miklusz), Julia Kindt (Cornelia Gröschel), Peter Grünweg (Dirk Borchardt), Thomas Ross (Serkan Kaya) und Olga Porizkova (Zeljka Preksavec).

Fritzi Haberlandt gibt in "Mord geht immer – Der Koch ist tot" die schrille Ermittler-Nudel. Der Fil…  Mehr

Sky Atlantic HD zeigt anlässlich der Oscarverleihung am Sonntag, 24. Februar, die Dokumentation "Jane Fonda in Five Acts", die das Leben der zweifachen Oscarpreisträgerin unter die Lupe nimmt.

Pünktlich zur Oscarverleihung zeigt Sky Atlantic HD am 24. Februar eine besondere Dokumentation über…  Mehr