Schon als Knabe entdeckt Fritz Knobel , wie man mit Leicht- und Gutgläubigen gute Geschäfte macht. Als aus dem kleinen Fritz Jahre später der Kunst- und Antiquitätenhändler Professor Knobel und ein begabter Kunstfälscher geworden ist, begegnet ihm Hermann Willié , ein von Geldnöten geplagter Reporter. Da knobelt Knobel den Coup seines Lebens aus. Er hat gerade das geheime Tagebuch des Führers produziert, und Willié wittert eine Weltsensation. Der angepeilte Verlag dreht die Geldhähne auf. Knobel fühlt sich herausgefordert und gestaltet die «Hitler-Tagebücher» zum Gesamtmachwerk seines Lebens. Willié glaubt sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. «Schtonk» erzählt keine wahre, aber auch keine erfundene Geschichte. Der Stunk um die Hitler-Memoiren, der heraufbeschworen wird, orientiert sich äusserlich nur lässig an den wirklichen Vorgängen um die 1983er «Stern»-Pleite mit den gefälschten «Hitler-Tagebüchern». Umso genauer aber beobachtet Helmut Dietl mit Co-Autor Ulrich Limmer die Mentalitätshintergründe, die überhaupt erst zur späten Führer-Affäre führen konnten: die deutsche Grossmannssucht, den falschen Respekt vor Autoritäten und den Kadavergehorsam. Mit Zarah Leanders Schmachtfetzen und Konstantin Weckers Knallfarcen-Klängen spielt der Film «Schtonk» zu einer atemraubenden Schmierenparade der Neonazis und anderer Narzissen auf. Götz George mimt mit Behagen den geschniegelten Sensationsreporter, Uwe Ochsenknecht ist der Tagebuch-Schmierfink, Christiane Hörbiger die hochtrabende Göring-Nichte, und Harald Juhnke brilliert als windiger Ressortleiter.