Sibirien - Die Eisstraße ins Polarmeer

Unterwegs im Norden Sibiriens, auf einer der härtesten und kältesten Straße der Welt. Vergrößern
Unterwegs im Norden Sibiriens, auf einer der härtesten und kältesten Straße der Welt.
Fotoquelle: NDR/Medienkontor/Yuri Burak
Natur+Reisen, Land und Leute
Sibirien - Die Eisstraße ins Polarmeer

Infos
Altersfreigabe
6+
NDR
Sa., 12.01.
13:35 - 14:20


Im Norden von Russland setzt man beim Straßenbau auf "Väterchen Frost" und errichtet die Verkehrswege aus Eis und Schnee, statt aus Pflastersteinen oder Asphalt. Eine der härtesten und kältesten Straßen der Welt verläuft im Norden Sibiriens. Sie wird erst befahrbar, wenn die Temperatur unter minus 30 Grad Celsius fällt. Erst dann sind die Flüsse und die Sümpfe der Tundra steinhart gefroren. Dann entsteht auf Eis und Schnee eine russische Winterstraße, ein so genannter Simnik, benannt nach dem russischen Wort Sima für Winter. Obwohl sie nur drei Monate im Jahr befahrbar ist, ist sie die Lebensader für alle Menschen, die nördlich des Polarkreises siedeln. Kostja und Ljoscha, zwei technische Mitarbeiter des Instituts für Permafrost-Forschung in Jakutsk, der Hauptstadt der größten föderalen Republik Russlands, begeben sich Ende März auf eine abenteuerliche Reise. Sie sollen Forschungsausrüstung in die Arktis bringen: Fässer mit Bohrflüssigkeit, Thermobehälter für tiefgefrorene Bohrkerne, Messgeräte und andere wissenschaftliche Geräte. Weit draußen, im eisigen Polarmeer, liegt das Ziel ihrer Reise: die Arktisstation Samoylov. Hier in Sacha, der Republik der Jakuten, gibt es die strengsten Fröste, unter denen Menschen leben, Temperaturen bis minus 60 Grad Celsius und darunter. Der Boden ist viele Meter tief gefroren und taut im Sommer nur an der Oberfläche auf. Kostja und Ljoscha fahren einen russischen Lkw der Marke Ural. Einst als geländegängiges Militärfahrzeug entwickelt, wird er noch heute produziert. Er gilt als unverwüstlich und zuverlässig in den unwegsamen Regionen Sibiriens. Den nächsten größeren Siedlungspunkt werden die beiden erst nach 13 Tagen und 2.000 Kilometern Fahrt erreichen, weit im Norden, am Ufer des Eismeeres: die Polarhafenstadt Tiksi. Auf dem Weg lauern so manche Gefahren. Besonders am über 1.200 Meter hohen Werchojansker Gebirgsrücken. Die Berge zeigen sich zwar bei strahlender Sonne und bester Sicht, über den Pass führt sogar eine geräumte Straße. Doch genau hier passieren jedes Jahr viele Unfälle. So auch diesmal. Und auch danach bleibt es tückisch. Hunderte Kilometer geht es durch eine unberechenbare Eiswüste. Wie wird die Tour verlaufen? Hält die Fahrzeugtechnik durch? Bleibt das Eis stabil? Der Simnik ist auch für erfahrene Sibirien-Fahrer eine echte Herausforderung.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

arte Gymatso besucht mit seiner Frau und Tochter die Familie, die nach wie vor in Tibet ein Leben als Nomaden fŸhrt.

Tibet: Meines Vaters Land

Natur+Reisen | 21.01.2019 | 17:40 - 18:35 Uhr
/500
Lesermeinung
BR Stefan und Hafia Cut in ihrer kleinen Stube.

Die letzten Bergbauern der Karpaten

Natur+Reisen | 22.01.2019 | 11:10 - 11:55 Uhr
4.17/506
Lesermeinung
BR Logo der Sendung "Heute auf Tour".

Heute auf Tour - Ballontrekking über den Thüringer Wald

Natur+Reisen | 22.01.2019 | 14:15 - 14:40 Uhr
2.88/508
Lesermeinung
News
Frank Plasberg moderiert die Talkshow "Hart aber fair".

Die öffentlich-rechtlichen Sender setzen voll auf ihre Talkshows. Regelmäßig werden Polit-Talks ausg…  Mehr

Für Amelie (Mitte), ein Mädchen mit Down-Syndrom, bedeutet Inklusion, dass sie später womöglich Fotografin oder Tierwirtin werden könnte.

Hanna Möllers geht in ihrem Film für "Die Story im Ersten" der Frage nach, wie gut Inklusion in Deut…  Mehr

Action kann er, den Rest auch: Jeremy Renner macht seine Sache gut als Matt-Damon-Vertretung.

Was ein temporeicher Thriller hätte werden können, kommt leider streckenweise wie eine Schlaftablett…  Mehr

Die Investigativ-Reihe "Undercover Boss" startet mit fünf neuen Folgen auf dem Montagabend-Sendeplatz durch.

Fünf neue "Undercover Bosse" testen in der RTL-Sendung ihre Mitarbeiter und lassen sich auf das Vers…  Mehr

Auf dem Weg nach ganz oben: Nach zwei Golden Globes darf Olivia Colman jetzt auch auf einen Oscar hoffen.

Viele deutsche Zuschauer kennen Olivia Colman vor allem als Polizisten in der Serie "Broadchurch". D…  Mehr