Simson - Fahrzeuge aus Suhl

  • In dieser Halle wurden einst Millionen von Simson-Rollern lackiert Vergrößern
    In dieser Halle wurden einst Millionen von Simson-Rollern lackiert
    Fotoquelle: MDR
  • Die legendäre Schwalbe - das Kultobjekt aus der Simson-Produktion Vergrößern
    Die legendäre Schwalbe - das Kultobjekt aus der Simson-Produktion
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  • Die so genannte Meisterbude in der Schwalbeproduktion. Vergrößern
    Die so genannte Meisterbude in der Schwalbeproduktion.
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  • Der Sperber - ein Roller aus der so genannten Vogelserie. Vergrößern
    Der Sperber - ein Roller aus der so genannten Vogelserie.
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  • Der Star - ein Roller aus der so genannten Vogelserie. Vergrößern
    Der Star - ein Roller aus der so genannten Vogelserie.
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  • Der ehemalige Simsonmitarbeiter Dietmar Uhlig auf der legendren AWO 425 Vergrößern
    Der ehemalige Simsonmitarbeiter Dietmar Uhlig auf der legendren AWO 425
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  • Blick in Richtung Meisterbude in der Schwalbe-Produktion. Vergrößern
    Blick in Richtung Meisterbude in der Schwalbe-Produktion.
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Report, Verkehr
Simson - Fahrzeuge aus Suhl

MDR
Di., 03.07.
22:05 - 22:48


Mit der ersten Frühlingssonne werden sie wieder hervorgeholt, die "Simmis", wie die Roller aus DDR-Produktion liebevoll genannt wurden. Allen voran die legendäre "Schwalbe", der erste Roller aus der "Vogelserie", die mit "Spatz", "Star", "Sperber" und "Habicht" fortgesetzt wurde. Diese "Vögel" hatten eins gemeinsam - sie kamen aus Suhl, der traditionellen thüringischen Zweirad- und Waffenschmiede. Insgesamt fünf Millionen Kleinkrafträder wurden hier zu DDR-Zeiten im damaligen VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk "Ernst Thälmann" produziert. Doch der Name des Werks und die Abkürzung "Fajas" setzten sich bei der Belegschaft nicht durch. Die mehr als 3.000 Werktätigen im Fahrzeugbau gingen nach wie vor zu "Simson" - dem Unternehmen, bei dem schon ihre Väter zur Vorkriegszeit in Lohn und Brot standen. Der Film sucht nach Spuren des Simson-Werkes auf dem 24 Hektar großen ehemaligen Betriebsgelände und fördert erstaunliche Geschichten zu Tage. Etwa, dass die Sowjets, denen der Betrieb nach dem Krieg einige Jahre gehörte, ein Motorrad produzieren ließen, das um vieles besser und ausgereifter war als das Konkurrenzmodell von BMW: die legendäre AWO 425. Doch die Produktion wurde bald wieder eingestellt, weil die Maschine für die breite Masse zu hochwertig und zu teuer war. Oder dass 1964, beim ersten und einzigen Sechstage-Rennen, das je in der DDR ausgetragen wurde, ein Weltstar aus Hollywood unerkannt unter den Teilnehmern des Wettbewerbs und den Besuchern des Zweiradwerkes war: Steve McQueen, der ein Jahr zuvor mit dem Western "Die glorreichen Sieben" auch in den Kinos im Osten zu sehen war. Der Film erzählt aber auch Geschichten von Menschen und ihrer Arbeit, von Erfolgen und Scheitern und vom Niedergang eines traditionsreichen Unternehmens in Mitteldeutschland. Ehemalige Arbeiter und Angestellte führen uns durch die mittlerweile leeren Produktionshallen und über das ehemalige Simson-Gelände, auf dem an einigen Ecken zumindest noch Ersatzteile für die langlebigen DDR-Roller gefertigt werden.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

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