Skandal! Große Affären in Deutschland

  • Harry Wörz saß vier Jahre und sieben Monate unschuldig in der Justizvollzugsanstalt Heimsheim. Vergrößern
    Harry Wörz saß vier Jahre und sieben Monate unschuldig in der Justizvollzugsanstalt Heimsheim.
    Fotoquelle: ZDF/Micha Bojanowski
  • Harry Wörz wurde für den versuchten Totschlag an seiner Ex-Frau verurteilt - eine Tat, die er nie begangen hat. Vergrößern
    Harry Wörz wurde für den versuchten Totschlag an seiner Ex-Frau verurteilt - eine Tat, die er nie begangen hat.
    Fotoquelle: ZDF/Micha Bojanowski
  • Heute hat Harry Wörz noch immer hohe Schulden, von der Entschädigung sei nichts mehr übrig, sagt er. Vergrößern
    Heute hat Harry Wörz noch immer hohe Schulden, von der Entschädigung sei nichts mehr übrig, sagt er.
    Fotoquelle: ZDF/Micha Bojanowski
Report, Dokumentation
Skandal! Große Affären in Deutschland

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
ZDFinfo
Di., 19.06.
15:50 - 16:35
Der Fall Harry Wörz


Von 1997 bis 2001 saß Harry Wörz im Gefängnis für den versuchten Totschlag an seiner Ex-Frau - eine Tat, die er nie begangen hat. Ein Justizirrtum. Der Prozess hatte ein großes mediales Echo. Am 29. April 1997 wurde die Ex-Frau von Harry Wörz - eine Polizistin - mitten in der Nacht aufgefunden: stranguliert mit einem Schal. Am selben Tag wurde Wörz verhaftet. Die Pforzheimer Polizei ermittelte anfangs gegen Wörz und den Geliebten des Opfers. Das Opfer überlebte die Tat schwer verletzt und ist seither ein Pflegefall, kann keine Angaben zum Täter machen. Vor Gericht gestellt wurde schließlich Harry Wörz. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte ihn zu elf Jahren Gefängnis, er legte Revision ein. In den nächsten Jahren folgte ein nervenaufreibendes Hin und Her von Freispruch und Wiederaufnahme des Verfahrens. Seit 2010 gilt Harry Wörz rechtskräftig als freigesprochen. Bis Ende 2016 zogen sich noch mehrere Verfahren um Entschädigung für das Justizopfer hin. In den Medien erzeugte der Fall ein großes Echo. So bezeichnete die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen das Verfahren als einen der "ungewöhnlichsten Prozesse der deutschen Rechtsgeschichte". Auch die öffentlich-rechtlichen Sender und zahlreiche Zeitungen berichteten über den Justiz-Skandal, der Harry Wörz Besitz und Familie kostete: Für die Prozesse hat er sich hoch verschuldet, der Kontakt zum Sohn brach ab. Wörz verlangt bis heute, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden und der versuchte Totschlag an seiner Ex-Frau aufgeklärt wird. 2013 hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe alle Ermittlungen eingestellt. Für einen anderen Täter gebe es keinen Anfangsverdacht.


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