Skandinavien gilt seit jeher als Sehnsuchtsort. Einst von einer kilometerdicken Eisschicht bedeckt, erhob sich vor mehr als 100.000 Jahren im Norden Europas ein mächtiger Riese aus dem Meer, dessen gewaltige Natur die Menschen bis heute begeistert. Die skandinavische Halbinsel und die umliegenden nordischen Länder beeindrucken mit zahlreichen Superlativen: dem größten Kontinentalgletscher, dem tiefsten Fjord Europas, vier UNESCO-Weltnaturerbstätten und allein in Schweden mehr als 200.000 Inseln. Engagierte Forscher und Naturschützer kämpfen täglich dafür, diesen Schatz zu erhalten. Vier spektakuläre Regionen stehen stellvertretend für "Skandinaviens versteckte Paradiese": Hoch im Norden, in Schwedisch Lappland, fühlen sich mächtige Elche wohl. Im Winter markieren Wissenschaftler einzelne Tiere mit GPS-Halsbändern, um mehr über das Wanderverhalten von Schwedens größtem Huftier zu erfahren. Weit im Osten, in Finnland, nahe der russischen Grenze, ist das riesige Saimaa-Seengebiet Heimat einer der seltensten Robbenarten der Welt, der Saimaa-Ringelrobbe. Von ihr gibt es nur noch rund 380 Exemplare. Sie sind die letzten ihrer Art. Gotska Sandön ist einer der entlegensten Orte im Inselreich der Ostsee, ein Paradies für Vögel und Kegelrobben. Dort suchen Wissenschaftler nach Siedlungsspuren vergangener Zeiten. Im Westen dominieren Gebirge und Fjorde die Landschaft. Auf dem norwegischen Hochplateau Hallingskarvet leben heute wieder Polarfüchse. An all diesen Orten arbeiten Naturschützer mit großer Begeisterung für Skandinaviens versteckte Paradiese.