Der animierte Kurzfilm «Sog» von Jonatan Schwenk streut Salz in offene Wunden. Die düstere Allegorie zeigt, wortlos aber universell verständlich, sich wiederholende Probleme in der menschlichen Gesellschaft: Isolation, Egoismus, Hass gegenüber Fremden und Hilfesuchenden. Aber ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt: der Mut und die Solidarität Einzelner, die sich uneigennützig für andere einsetzen. Schwenk erschafft mit seinem Hybrid aus Knet- und Computeranimation starke Bilder und Szenen, die man nicht so schnell wieder vergisst. Nebst vielen anderen Preisen gewann er 2017 den «Cristal for a Graduation Film» beim renommierten Animationsfilmfestival in Annecy.