Sonita träumt davon, ein Star zu sein und über ihr Leben zu singen. Doch die 18-Jährige lebt als illegale Migrantin im Iran, wohin sie vor dem Terror in Afghanistan geflohen ist. Im Iran ist es Frauen verboten, Musik zu machen. Sie rappt trotzdem, denn Musik ist für sie eine Befreiung. In einer Hilfseinrichtung für Strassenkinder in Teheran bekommt sie Hilfe, Unterricht, psychologische Betreuung und eine Ahnung, dass eine Zukunft möglich ist. Doch dann kommt ihre Mutter und will sie wieder nach Afghanistan holen. Nicht zurück zur Familie, sondern zum Verheiraten. 9000 Dollar ist das Kind wert. Mit dem Geld soll ihr Bruder verheiratet werden. Die Leiterin der Hilfseinrichtung versucht, Sonitas Zukunft zu retten. Doch die Mutter beruft sich auf die Tradition. Sonita sperrt sich gegen die Pläne der Familie, rappt gegen Zwangsheiraten und nimmt ein Protestvideo über verkaufte Bräute auf. So wird sie zur ersten afghanischen Rapperin. Ein Mädchen mit einer Mission. Ein Hilferuf der weltweit gehört wird. Sonitas Song heisst auf Deutsch: «Braut zu verkaufen». Für das Video zeichnet sie sich einen Strichcode auf die Stirn und vergleicht sich mit Vieh, das für ein Geschäft grossgezogen wird. «Ich bin noch ein Kind, erst 15. Doch Männer klopfen als Freier an meine Tür. Mich verstört, was hier Tradition ist. Dass Mädchen verkauft werden», rappt sie. Ihr YouTube-Hilfeschrei wird erhört. Sie bekommt ein Stipendium in den USA. Die iranische Regisseurin Roksareh Gaem Maghami hat Sonita nicht nur über Jahre begleitet - sondern gab der Familie schliesslich auch Geld, um für Sonita Zeit zu gewinnen, die sie nutzte. Durch dieses Lösegeld der Regisseurin verzichtet Sonitas Familie auf einen weiteren Hochzeitsdeal. Der Film wurde am Sundance Festival 2016 mit dem Grossen Preis der Jury und dem Publikumspreis ausgezeichnet.