Berlin 1994. Nach 40 Jahren erfolgte der größte Militärabzug der Geschichte aus einem besetzten Land. Heute sind von der einst so ruhmreichen Sowjetarmee kaum noch Spuren übrig. Wie haben "Besatzer" und "Besetzte" eigentlich alltäglich zusammengelebt? Konnten aus ehemaligen Feinden überhaupt Freunde werden? Welche Rolle spielten die Wächter in Ostberlin und Moskau? "Sowjetarmee geheim" erlaubt einen unverstellten Blick auf das Geschehen hinter den Fassaden der sowjetischen Kasernen und auf das komplizierte Verhältnis zwischen den Deutschen in der DDR und den hier nicht immer freiwilligen Soldaten aus der Sowjetunion. Eine filmische Spurensuche in zwei Folgen: Soldaten erzählen erstmals ohne Zensur von ihrem Alltagsleben im Bruderstaat DDR. Deutsche berichten von ihren Begegnungen mit den Menschen der ehemaligen Sowjetunion. Im Fokus des zweiten Teils stehen die zum Teil unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Rekruten der Sowjetarmee leben mussten. Der ehemalige Chef einer DDR-Antiterroreinheit berichtet von der Jagd nach sowjetischen Deserteuren; ein ehemaliger Mitarbeiter beim VEB Bestattungswesen erzählt, wie die Sowjets ihre hohen Todesraten vertuschten. Ein anderes Bild zeichnen die publikumswirksamen Auftritte des Musik- und Tanzensembles "Alexandrow" und die fast vergessenen sowjetischen Profi-Kicker in der zweiten DDR-Liga. Mit dem Ende der DDR muss die riesige Armee zurück in die UdSSR bzw. nach Russland. In der wilden Zeit der frühen 90er Jahre wollen jedoch nicht alle zurück. Hunderte Sowjets fliehen in den Westen. Doch auch dort werden sie vom KGB weiter gejagt und noch heute haben sie Angst, ihre alte Heimat zu besuchen.