Spaniens wilder Süden

  • Wo sich Europa und Afrika beinahe berühren, liegt die Meerenge von Gibraltar. Nur 14 Kilometer trennen die beiden Kontinente voneinander. Vergrößern
    Wo sich Europa und Afrika beinahe berühren, liegt die Meerenge von Gibraltar. Nur 14 Kilometer trennen die beiden Kontinente voneinander.
    Fotoquelle: BR
  • Ein echter Leckerbissen: ein Chamäleon mit einer erbeuteten Gottesanbeterin im Maul. Chamäleons sind heute in Europa nur noch im Mittelmeerraum zu finden. Vergrößern
    Ein echter Leckerbissen: ein Chamäleon mit einer erbeuteten Gottesanbeterin im Maul. Chamäleons sind heute in Europa nur noch im Mittelmeerraum zu finden.
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  • Eine Strecke von 14 Kilometern haben Zugvögel wie der Gänsegeier zu bewältigen, wenn sie die Meerenge von Gibraltar überwinden möchten. Vergrößern
    Eine Strecke von 14 Kilometern haben Zugvögel wie der Gänsegeier zu bewältigen, wenn sie die Meerenge von Gibraltar überwinden möchten.
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  • Das Männchen der Gottesanbeterin lebt gefährlich: Nicht selten wird es während der Paarung vom Weibchen verspeist. Vergrößern
    Das Männchen der Gottesanbeterin lebt gefährlich: Nicht selten wird es während der Paarung vom Weibchen verspeist.
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  • Ginsterkatzen wurden einst von den Mauren als Haustiere eingeführt und gehören zu den erfolgreichen Eroberern Südspaniens. Vergrößern
    Ginsterkatzen wurden einst von den Mauren als Haustiere eingeführt und gehören zu den erfolgreichen Eroberern Südspaniens.
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Natur+Reisen, Tiere
Spaniens wilder Süden

Infos
Online verfügbar von 24/01 bis 31/01
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
arte
Do., 24.01.
18:35 - 19:20
Folge 1, Eroberer


Südspanien ist aufgrund der Nähe zu Afrika ein Ort ständigen Wandels. Jahrhunderte der Migration und Neubesiedlung prägten Kultur und Natur Andalusiens gleichermaßen. So kamen zu Zeiten der arabischen Herrschaft im Mittelalter afrikanische Tierarten an die südspanischen Küsten und fanden dort ein neues Zuhause. Die Berberaffen von Gibraltar sind das prominenteste Beispiel, sie gelten bis heute als Hüter der britischen Kronkolonie. Doch im Hinterland der Küste siedelten in dieser Zeit weit weniger bekannte Tiere. Wie konnten sich Ginsterkatze und das Ichneumon, eine Mangustenart, hier dauerhaft behaupten? Welche Möglichkeiten bietet das landschaftliche Mosaik Andalusiens für Gottesanbeterin und Chamäleon? Anpassungsfähigkeit ist der Schlüssel, neue Lebensräume zu erobern. Das gilt ebenso für die Zugvögel wie Schwarzmilane, Gänsegeier, Störche oder Zwergadler. Die strapaziöse Überquerung der Meerenge von Afrika in Richtung Europa endet für einige aufgrund von Stürmen und Wetterumschwüngen tödlich. Dennoch schaffen es jedes Frühjahr Hunderttausende an die südspanischen Küsten, um hier zu brüten oder ihre Nistplätze weiter nördlich zu suchen. Wenn Eroberer und Wanderer ihre Nischen in Korkeichenwäldern, Marismas oder in den Felswänden des Hinterlandes suchen und finden, steht auch die alteingesessene Tierwelt vor Herausforderungen - die Karten werden neu gemischt, neue Räuber-Beute-Beziehungen entstehen. Wer wann vom Wanderer zum Eroberer wurde, wer hier wann genau ankam, weiterzog oder blieb, lässt sich für viele Tiere gar nicht genau sagen. Denn der Istzustand ist ein Ergebnis von Besiedelung, Anpassung und Veränderung. Jeder Augenblick ist hier nur eine Momentaufnahme, aus der sich schon bald etwas Neues entwickeln wird.


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