Bradley Fine ist in der CIA ein Star. Dass es dem aalglatten Geheimagenten gelingt, mit traumwandlerischer Sicherheit durch bewachte Gebäude zu den grössten Schurken der Welt vorzudringen und dann auch wieder heil hinaus, ist einer Frau zu verdanken: Susan Cooper . Zwar hat die graue Maus einst durchaus selbst Training «im Feld» erhalten, doch als Schutzengel im Hintergrund lenkt Susan den Topspion von ihrem Schreibtisch aus durch die tödlichsten Missionen. Unerwartet erwischt es Bradley Fine dann doch. Übeltäterin ist die bulgarische Waffenhändlerin Rayna Boyanov , die überdies eine Liste aller aktiven CIA-Agenten besitzt. Susan Cooper will den toten Agenten, in den sie insgeheim verliebt war, rächen. Weil niemand die unverdächtige Büromaus auf dem Radar hat, erlaubt die CIA-Chefin ihr einen Einsatz in Paris, bei dem sie allerdings lediglich aus der Ferne beobachten soll. Rick Ford , seines Zeichen ebenfalls Topagent, hält Cooper für eine Schande der Zunft. Beleidigt bringt er das in seinen Augen unqualifizierte Mütterchen zusätzlich in Gefahr. «Das Spiel mit Klischees ist gelungen: Mission erfüllt», vermeldete das «Bündner Tagblatt» beim Kinostart von «Spy - Susan Cooper Undercover». Auch andere Kritiker stellten fest, dass es sich bei der Actionkomödie nicht nur um eine Parodie im Stile der «Austin Powers»- und «Johnny English»-Filme handelt, sondern überdies um eine pfiffige Charmeoffensive auf die Vorherrschaft der Supermänner im Agentenfilmgenre. «Gelungene Gags, ein spannender Plot und die tolle Besetzung machen Spy zu einer der besten Komödien der letzten Zeit», lobte auch die «NZZ am Sonntag». Es ist überdies das perfekte Vehikel für die aufstrebende Star-Komikerin Melissa McCarthy, die mit den Komödien «Bridesmaids» und «The Heat» berühmt geworden ist. Der Regisseur jener beiden Filme war ebenfalls Paul Feig, der aus McCarthy Höchstleistungen zu kitzeln pflegt.