Steffens entdeckt
Natur + Reisen, Natur + Umwelt • 14.01.2021 • 10:17 - 11:00
Lesermeinung
Es lächelt der See, aber er lädt nicht zum Bade. Dazu ist er einfach zu kalt.
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Die Walrosse lassen sich in ihrem Mittagsschlaf nicht stören.
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Brücken über den reißenden Fluss gibt es nicht. Dirk Steffens weiß sich zu helfen.
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Es lächelt der See, aber er lädt nicht zum Bade. Dazu ist er einfach zu kalt.
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2009
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Steffens entdeckt

Der Nationalpark Nordost Grönland ist mit fast einer Million Quadratkilometern der größte der Welt. Kältespezialisten wie Eisbären, Moschusochsen und Walrosse sind hier zuhause. Ihr Lebensraum ist akut gefährdet. Bedingt durch den Klimawandel droht ein Viertel des Inlandeises abzuschmelzen. Dirk Steffens besucht die dänische Forschungsstation Zackenberg. Von hier aus macht er sich gemeinsam mit dem Biologen Jannik Hansen auf den Weg zu einer Herde Moschusochsen. Weltweit gibt es nur noch 30 000 Exemplare, etwa die Hälfte lebt im Nationalpark Grönland. Der Weg zu den Weidegründen, per Boot über den Zackenberg-Älv, ist nicht ungefährlich. Normalerweise ein dünnes Rinnsal, ist er jetzt im Sommer durch die Gletscherschmelze zu beachtlicher Breite angeschwollen. Gletscher, die sich bereits durch den Klimawandel zurückgezogen haben, demonstriert Kenny Madsen, Ranger auf Zackenberg. Vor ein paar Jahren noch reichte das Eis bis an den Fjord, jetzt müssen Dirk und Kenny sich über Geröllpisten mehrere Stunden lang auf den Weg machen, um den Gletscherrand zu erreichen. Wo vor Jahren noch tiefster Frost herrschte, wachsen heute Blumen. Gase, die im Boden der Tundra über Jahrtausende eingefroren waren und jetzt bei steigenden Temperaturen wieder in die Luft entweichen, untersuchen Julie Falk und ihr schwedischer Kollege Torbern Tägesson. Die beiden Geowissenschaftler befürchten eine Katastrophe, sollte der Permafrostboden abtauen. Dann würden vermutlich große Mengen Methangase freigesetzt und den Treibhauseffekt noch weiter steigern. Die Insel Sandoien ist Dirk Steffens letzte Station auf seiner Reise durch Grönland und einer der wenigen Plätze der Erde, wo Walrosse aus der Nähe beobachtet werden können. Nur 15 000 Exemplare haben die Jagd im vergangenen Jahrhundert überlebt. Mittlerweile stehen die Tiere unter Schutz - trotzdem hat sich der Bestand noch nicht wieder erholt. Der Norden Grönlands ist eine der wenigen Regionen der Welt, die ausschließlich den Tieren und ein paar wenigen Forschern gehört. Beste Voraussetzungen für ein ungestörtes Dasein - wäre da nicht die Klimaerwärmung, die das Eis zum Schmelzen bringt.
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