"Das ist doch meine Stimme, jetzt habe ich sie wieder!", ruft Frank Peter Zimmermann gerührt, als er seine Stradivari "Lady Inchiquin" endlich wieder in den Händen hält. Wegen Insolvenz der Eigentümerin musste Zimmermann für zwei Jahre auf das Sechs-Millionen-Instrument verzichten. Der Film begleitet den Geiger bei der Wiederannäherung an seine verloren geglaubte Liebe und geht der Frage nach, wie aus einem Baum eine solch unverwechselbare Stimme werden kann. Und er blickt über die Schulter des Geigenbauers Martin Schleske, den die "New York Times" den "Stradivari des 21. Jahrhunderts" nennt. In hingebungsvoller Feinarbeit erweckt Schleske Holz zu "Klangskulpturen". Doch auch der Meister des Klangs staunt über das unkalkulierbare Wunder, wie aus Material Musik entsteht.