Schauplatz ist die charakteristisch englische Jane-Austen-Welt an der Wende zum 19. Jahrhundert - und doch nicht. Denn nach einer Zombieplage verschanzt sich die feine Gesellschaft hinter einem gigantischen Burggraben, der den von Edelleuten berittenen Grossraum London umgibt. Der Bennet-Familie droht zusätzliche, weit konventionellere Gefahr, steht sie nach dem Tod des Patriarchen doch vor dem Verlust ihres Anwesens. Auch Elizabeth , die stolzeste der Bennet-Töchter, soll verheiratet werden und so die Zukunft der Familie sichern. Mit ihrer Shaolin-Ausbildung in Fernost haben die fünf jungen Frauen jedoch an gesellschaftlichem Ansehen eingebüsst. Wie gerufen reist Colonel Fitzwilliam Darcy an, der als Zombiejäger geachtet ist und der selbstbewussten Elizabeth Paroli bieten kann - und sei es angesichts einer anrückenden Zombiemeute. Das romantische Horror-Actionabenteuer «Stolz und Vorurteil & Zombies» ist das bekannteste Beispiel einer letztlich kurzlebigen Mode in Unterhaltungsliteratur und Film, die in unerwarteten Kombinationen zusammenbrachte, was auf den ersten Blick niemals zusammenpassen dürfte. Die der Austen-Vorlage entnommenen Dialoge, Figuren und Handlungselemente geben der konventionellen Zombie-Geschichte einen amüsanten Dreh, wenn auch sowohl aus dem britischen Entwicklungsroman von 1813 sowie dem in vergangenen Jahren inflationär bespielten Zombie-Genre noch mehr herauszuholen gewesen wäre. Den Vergleich mit der Verfilmung des vom selben Romanautoren verfassten «Abraham Lincoln: Vampire Hunter» gewinnt «Stolz und Vorurteil & Zombies» mit Leichtigkeit - auch dank der überraschend prominenten Besetzung mit Lily James und Sam Riley sowie in Nebenrollen Lena Heady, Matt Smith und Charles Dance.