Streetphilosophy
20.06.2026 • 11:30 - 12:00 Uhr
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
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Streetphilosophy

Wohnungsnot, Pandemie, Klimakollaps. "Das Leben fühlt sich zurzeit extrem fragil an. Wie soll ich damit umgehen?", fragt sich Jan. Wie ist es möglich, an Krisen zu wachsen, statt an ihnen zu zerbrechen? Wird man durch eine gute Struktur, Anpassungsfähigkeit oder Furchtlosigkeit wiederstandfähiger? Oder muss man Zerbrechlichkeit erst zulassen um standhaft zu werden? Jan zieht in eine neue WG und wird von seiner Mitbewohnerin Madleen in die WG-Regeln eingeführt. Wenn die Welt gefühlt immer chaotischer und unberechenbarer wird, hilft es da, wenigstens im eigenen Zuhause an Sauberkeit und Ordnung festzuhalten? Beim Hanteltraining lernt Jan den Strongman Patrik Baboumian kennen, der schon als Kind mit Krieg und Krisen konfrontiert war und sich immer wieder neu an die Umstände anpassen musste. "Je anpassungsfähiger ich bin, desto besser kann ich mit Stress umgehen", sagt er. Das passt zum Konzept der "Antifragilität" von Nassim Nicholas Taleb. "Antifragile Systeme werden stärker, wenn man sie belastet", erklärt Philosoph Christian Uhle. Taleb vergleicht das mit der Hydra aus der griechischen Mythologie, der zwei Köpfe nachwachsen, wenn man einen abschlägt. In der Start-up-Welt heißt es ja auch oft: "Fail fast! Jedes Scheitern ist eine Chance." Nikita Fahrenholz, der als Gründer des Pizza-Bringdiensts Lieferheld Millionär geworden ist, scheint die Verkörperung von Antifragilität zu sein - einer, der wenig Angst vor Risiken hat. Mit ihm heizt Jan im Auto über den Spreewaldring. Die Künstlerin Atusa Jafari, mit der Jan am Abend um die Häuser zieht, erinnert ihn daran, dass es im Leben auch wichtig sein kann, Zerbrechlichkeit zuzulassen.

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