Auf einer kleinen Insel im kanadischen Britisch-Kolumbien, hunderte Kilometer von seinen Artgenossen entfernt, lebt ein einsamer Wolf namens Takaya. Seine ungewöhnliche Existenz in absoluter Isolation hat die Neugier der Fotografin Cheryl Alexander geweckt. Woher kam Takaya? Und wie war er auf die einsame Insel gelangt? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat Cheryl das Wildtier sieben Jahre lang begleitet - und eine besondere Beziehung zu ihm aufgebaut.Am meisten überraschte die Fotografin, dass Takaya - als Wolf eigentlich ein Rudeltier - sich offenbar bewusst für ein Dasein in der Einsamkeit entschieden hatte. Vom Festland aus konnte Cheryl das bisherige Leben des Wolfs rekonstruieren. Sie fand Indizien für seine Streifzüge durch kanadische Städte und seine abenteuerliche Überquerung weiter Seestrecken vor der Küste Britisch-Kolumbiens.Aus Cheryls Aufnahmen geht hervor, wie schnell sich Takaya an seine neue Umgebung anpassen konnte. Mithilfe von ausgeklügelten Jagdtechniken gelingt es ihm, für ihn völlig neue Beutetiere zu fangen. Und ein Spezialist erklärt, warum sich sogar das Heulen des Wolfs nach all den Jahren ganz anders anhört.Die Dokumentation zeigt, dass Wölfe weitaus mehr sind als wilde Fleischfresser. Und sie beweist anhand der besonderen Beziehung zwischen Cheryl und Takaya, dass Menschen friedlich mit Spitzenprädatoren zusammenleben können. Doch das Schicksal von Takaya ist ungewiss: Nach einer problematischen Begegnung mit einer Wandergruppe und deren Hund patrouillieren bewaffnete Küstenwachen auf seinen Spuren. Um Takaya ist eine Diskussion entbrannt, die ihm zum Verhängnis werden könnte …