Tele-Akademie

Talk, Gespräch
Tele-Akademie

Infos
Produktionsland
D
3sat
So., 04.11.
06:45 - 07:30


Die Reihe will Wissen und Denkanstöße vermitteln, indem sie regelmäßig den Vorträgen von Experten der verschiedensten Bereichen eine Plattform bietet.
"Fetischismus" gilt in erster Linie als eine übertriebene, entgleiste Neigung für bestimmte Gegenstände, die an Stelle des geliebten Menschen oder eines religiösen Symbols treten.
Der Fetisch stellt immer etwas wie eine Verführung, eine Täuschung oder eine Perversion dar. Nicht nur Karl Marx, auch andere Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts waren fasziniert von der Frage, was die Macht und die Attraktion von Fetischen ausmacht.
Dabei ist es wohlfeil, den Fetischismus der "anderen" als solchen zu erkennen. Viel größer ist dagegen die Herausforderung, wenn es darum geht, den Fetischismus innerhalb der eigenen, vertrauten Gesellschaft und ihrer Milieus zu erkennen.
Dazu sollte Marx' Konzept des Warenfetischismus dienen: Die fast religiöse und nicht selten perverse Verehrung von Waren und die allgemeine Fehleinschätzung ihres Wertes und ihrer Bedeutung bilden die psychologische, soziale und ökonomische Grundlage des Kapitalismus. Ein Vergleich mit zeitgenössischen Fetischtheorien zeigt, dass Marx' Konzept des Warenfetischs in den vergangenen 150 Jahren nichts an Brisanz verloren hat.

Thema:

Prof. Dr. Dorothee Kimmich: Waren, Fetische und Warenfetisch

"Fetischismus" gilt in erster Linie als eine übertriebene, entgleiste Neigung für bestimmte Gegenstände, die an Stelle des geliebten Menschen oder eines religiösen Symbols treten. Der Fetisch stellt immer etwas wie eine Verführung, eine Täuschung oder eine Perversion dar. Nicht nur Karl Marx, auch andere Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts waren fasziniert von der Frage, was die Macht und die Attraktion von Fetischen ausmacht. Dabei ist es wohlfeil, den Fetischismus der "anderen" als solchen zu erkennen. Viel größer ist dagegen die Herausforderung, wenn es darum geht, den Fetischismus innerhalb der eigenen, vertrauten Gesellschaft und ihrer Milieus zu erkennen. Dazu sollte Marx' Konzept des Warenfetischismus dienen: Die fast religiöse und nicht selten perverse Verehrung von Waren und die allgemeine Fehleinschätzung ihres Wertes und ihrer Bedeutung bilden die psychologische, soziale und ökonomische Grundlage des Kapitalismus. Ein Vergleich mit zeitgenössischen Fetischtheorien zeigt, dass Marx' Konzept des Warenfetischs in den vergangenen 150 Jahren nichts an Brisanz verloren hat.



Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

WDR eins zu eins - gespräch aus berlin

eins zu eins - gespräch aus berlin

Talk | 12.12.2018 | 09:30 - 10:00 Uhr
3.25/500
Lesermeinung
BR Münchner Runde

Münchner Runde

Talk | 12.12.2018 | 20:15 - 21:00 Uhr
2.83/5018
Lesermeinung
WDR Logo

eins zu eins - gespräch aus düsseldorf

Talk | 13.12.2018 | 09:10 - 09:40 Uhr
2.86/507
Lesermeinung
News
Thilo Mischke ist unter anderem nach Südafrika und Indonesien gereist. Dort hat er gefilmt, wie Tiere für angeblich "süß" anzusehende Videos missbraucht werden.

Eine Reportage aus der "Uncovered"-Reihe bei ProSieben deckt auf, dass viele Tiervideos gar nicht ma…  Mehr

Ermittelt zum letzten Mal: Matthias Brandt als Hanns von Meuffels.

Zum letzten Mal ist Matthias Brandt der Ermittler Hanns von Meuffels – und es nimmt ein tragisches E…  Mehr

Frank Plasberg moderiert die Talkshow "Hart aber fair".

Die öffentlich-rechtlichen Sender setzen voll auf ihre Talkshows. Regelmäßig werden Polit-Talks ausg…  Mehr

"4 Blocks" geht in die dritte Staffel: Hauptermittler Kutscha (Oliver Masucci, links) will Toni (Kida Khodr Ramadan) endlich dingfest machen.

"4 Blocks" bekommt eine dritte und finale Staffel: Das deutsche Gangster-Epos um einen arabischen Ma…  Mehr

"Der lustige Axel war nicht gefragt, es hieß eher: Halt die Schnauze, ich will was lernen!", sagt Axel Prahl über seine Abitur-Zeit.

In der ZDF-Komödie "Extraklasse" spielt Axel Prahl einen Lehrer. Warum der Beruf im rechten Leben tr…  Mehr