Die meisten Risikofaktoren für die Entwicklung einer Krebserkrankung sind allgemein bekannt: Rauchen, Übergewicht, Fehlernährung, Bewegungsmangel und schädliche Umweltfaktoren werden sicher jedem in den Sinn kommen. Aber auch wenn man alle diese Faktoren ausschalten könnte, würde die Krebsneuerkrankungsrate nicht auf null sinken. Dennoch lohnt es sich in jedem Fall, diesen Faktoren Rechnung zu tragen. In den vergangenen zwanzig Jahren wurden außerdem die Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen immer weiter verbessert und führten zu einer deutlichen Reduktion der altersbedingten Krebssterblichkeit. Dieser Vortrag von Professor Hans-Georg Kopp beleuchtet das Thema Krebshäufigkeit, Krebssterblichkeit, Krebsvermeidung sowie Krebsfrüherkennung umfassend und erläutert dabei anschaulich die bestehenden wissenschaftlichen Daten. Er gibt einen Überblick über die Evidenz zum Sinn von Früherkennungsmaßnahmen und zeigt weiterführende, verlässliche Informationsquellen zum Thema. Professor Dr. Hans-Georg Kopp ist Chefarzt für Molekulare Onkologie und Pneumologische Onkologie sowie klinischer Leiter des Robert-Bosch-Centrums für Tumorerkrankungen in Stuttgart.