Die Geschichte der Emanzipation - jene Schritte der Frau in die Gleichberechtigung, in die Unabhängigkeit vom Mann und ihr Eintritt ins Berufsleben - ist vielfach beschrieben. Wie sich jedoch die Emanzipation in den Winkeln des Alltagslebens niederschlug, wie Verhaltensweisen und Lebensformen dem Stil der neuen Frau angepasst wurden, ist wenig bekannt. Hannelore Schlaffer zeigt diese stilbildenden Nebensächlichkeiten der großen Bewegung. Die Germanistin geht der Frage nach, wie etwa Kleidermoden, wie Charakter und Farbe der Wohnungseinrichtungen, wie Mimik und Gang der Frau sich verändert haben und ihrem Leben mehr Freiheit geben, als es die großen Programme der Emanzipation je vorsehen konnten. Professor Dr. Hannelore Schlaffer lehrte bis 2001 Neuere Deutsche Literatur an den Universitäten Freiburg und München. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Stuttgart, hat zahlreiche Bücher und Essaybände veröffentlicht und schreibt seit 1980 regelmäßig für namhafte Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk.