Teodor Currentzis dirigiert: Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 3

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Teodor Currentzis - Chefdirigent des SWR Symphonieorchester
Fotoquelle: SWR/Anton Zavjyalov
Musik, Klassische Musik
Teodor Currentzis dirigiert: Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 3

SWR
Heute
09:00 - 10:45


Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 wird Teodor Currentzis der erste Chefdirigent des neuen SWR Symphonieorchesters. Er zählt zu den vielseitigsten und interessantesten Dirigenten seiner Generation, dessen Repertoire mit Werken von der Barockzeit bis zur Avantgarde sämtliche Epochen umfasst. Teodor Currentzis ist vor allem für seine intensive Probenarbeit bekannt; für seine richtungsweisenden Interpretationen wurde er vielfach von der Fachwelt ausgezeichnet. 1972 in Athen geboren, studierte Teodor Currentzis in St. Petersburg bei dem legendären Ilya Musin. Am größten Opernhaus Sibiriens, dem Nowosibirsker Staatlichen Akademischen Opern- und Ballett-Theater, war Currentzis von 2004 bis 2010 Chefdirigent. Internationale Anerkennung erhält er nicht zuletzt für die dort von ihm gegründeten Ensembles MusicAeterna sowie den MusicAeterna Chor, die er zu weltweiten Erfolgen führt, und die bis heute in Perm, wo er seit 2011 Musikdirektor des Opern- und Ballett-Theaters ist, beheimatet sind. Für sein offizielles Antrittskonzert als erster Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters am Donnerstag, 20. September 2018 hat Currentzis die dritte Sinfonie von Gustav Mahler gewählt: Der erste Satz ist ein Brocken, eine Sinfonie in oder vor der Sinfonie, in der bereits Momente des Kommenden anklingen: Aufbruch und Gegenbewegung vor dem Hintergrund eines aufmarschierenden Sommers. Heiterkeit und Tragik sind hier nicht so leicht voneinander zu trennen. Dem heroischen Auftakt von mehr als einer halben Stunde folgen Naturbilder. Der Komponist belauscht Wiesen und Wälder bei Tag und bei Nacht, bis die Morgenglocken läuten. Zuletzt spricht die Liebe selbst. Vorsicht ist angebracht, denn hinter den idyllischen Genrebildern lauern schon mal Abgründe. Das instrumentale Theater allein ist nicht genug. Des "Knaben Wunderhorn" wird aufgerufen, Friedrich Nietzsche kommt zu Wort, der 1895, als diese Dritte sich noch im Planungsstadium befand, das - später wieder verworfene - Motto liefern sollte: "Die fröhliche Wissenschaft".


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