Reis ist für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ein Grundnahrungsmittel. Zu den größten Produzenten und Exporteuren des Kulturgetreides gehört Thailand. Doch die meisten Reisbauern des Landes sind arm und leiden nicht selten unter Gesundheitsproblemen. Vor allem wegen der massiven Verwendung von Chemikalien. Der Landwirt Somnuek beschloss, seine Reisfelder ohne Chemie zu bewirtschaften. Jahrelang sammelten er und seine Familie Tag für Tag Insekten und Schnecken von den Feldern, bis es seiner Frau irgendwann zu viel wurde und sie heimlich Pestizide einsetzte. Doch Somnuek suchte weiter nach Alternativen. Nach Fehlschlägen fand er schließlich die Lösung: Enten, die darauf abgerichtet sind, Reispflanzen vor Schädlingen zu schützen. Mit mehreren Tausend Enten, einer Trillerpfeife und unglaublicher Geduld entwickelte Somnuek sein eigenes Schulungsprogramm. Die Dokumentation begleitet das zwölfwöchige Training, bei dem die Federtiere zu "Reisschützern" ausgebildet werden. Die Beweidung mit Geflügel geht auf eine lange, in China wurzelnde Tradition zurück. Chinesische Einwanderer brachten die Methode vor mehr als hundert Jahren nach Thailand. Mit seiner "Duck Academy" hat Somnuek dieses alt überlieferte Wissen zu einer zeitgemäßen und rentablen Lösung weiterentwickelt.