Mardin, 1915: In einer Nacht werden in der nahe zur syrischen Grenze gelegenen türkischen Stadt alle armenischen Männer von der türkischen Gendarmerie zusammengetrieben. Darunter auch Nazaret Manoogian, der mit seiner Frau und seinen Zwillingstöchtern im türkischen Teil des Osmanischen Reiches lebt. Der junge Schmied wird gewaltsam von seiner Familie getrennt und in die Wüste entführt, wo er Zwangsarbeit verrichten muss. Danach sollen die Arbeiter alle getötet werden, mit Messern, um Munition zu sparen. Nazaret überlebt durch viele glückliche Umstände mit durchgetrennten Stimmbändern und befindet sich fortan auf der Flucht ohne Ziel. Er verliert alles, was er hat: seine Familie, sein Zuhause, seine Sprache. Nach Irrungen und Wirrungen erfährt der traumatisierte Armenier, dass auch seine tot geglaubten Zwillingstöchter den Völkermord überlebt haben. Von unendlicher Liebe und Sehnsucht angetrieben, begibt er sich auf eine rastlose Suche nach seinen Kindern. Die Spur führt ihn von der syrischen Wüste über Havanna bis in die Prärie North Dakotas. Der Hamburger Starregisseur Fatih Akin realisierte 2013 mit "The Cut "den Abschluss seiner preisgekrönten Trilogie Liebe ("Gegen die Wand"), Tod ("Auf der anderen Seite") und Teufel ("The Cut"). Der aufwändige historische Film spielt zwischen 1915 bis 1923 und erzählt von der ebenso verzweifelten wie ergreifenden Suche eines Vaters nach seinen Zwillingstöchtern, die in den Kriegswirren verloren gegangen sind. Wie bei den beiden ersten Teilen seiner erfolgreichen Trilogie beteiligt sich der NDR federführend auch an "The Cut", diesmal gemeinsam mit der Degeto Film GmbH, da es sich um eine internationale Koproduktion handelt.