Der Film beginnt mit dem Raubüberfall auf eine Bank in Boston: präzise und effizient geplant, denn um Punkt 8.15 Uhr soll der Tresor geöffnet sein. Doch die nervöse Filialleiterin Claire Keesey scheitert mit zitternden Händen an der richtigen Zahlenkombination. So erfassen den Anführer der Räuber, Doug, hinter seiner Horrormaske plötzlich Mitgefühl und Zärtlichkeit. Seine Hand auf ihrer lässt während des schroffen, kalt und kalkuliert geplanten Raubüberfalls einen Moment der Intimität aufkommen. Schließlich flüchten die Täter mit der Beute und lassen nach kurzer Zeit ihre strategische Geisel Claire wieder frei. Das moralische Credo, auf das Doug seine Bande stets einschwört, lautet: Niemand soll ums Leben kommen. Doug und seine Jungs erfahren, dass Claire ebenfalls in Charlestown lebt. Plötzlich stellt sie eine Gefahr dar. Was ist, wenn sie die Bankräuber wiedererkennt und identifizieren kann? Doug beginnt Claire zu beschatten - gegen den Willen seines hartgesottenen Bruders Jem, der die gefährliche Zeugin eliminieren will. Als sie ihn im Waschsalon zufällig nach Wechselgeld fragt, entwickelt sich aus der Anonymität zwischen den beiden Liebe. Ein Desaster für die Bankräuber - und für Claire, denn der gewiefte FBI-Agent Frawley wittert schon eine Chance, wie er das intime Umfeld von Doug instrumentalisieren kann, um ihn und seine Jungs zu demütigen und lebenslang hinter Gitter zu bringen. Dabei will Doug endlich aus dem Milieu aussteigen, auf die andere Seite wechseln und mit Claire ein neues Leben anfangen. Doch das ist weder vom vergeltungssüchtigen FBI noch von seinem Gewerbe vorgesehen ...