Für das streng gläubige Ehepaar Lisbon ist es nicht leicht, ihre fünf lebhaften, hübschen Töchter stets unter Kontrolle zu halten. Die Jüngste ist die 13-Jährige, eigenbrötlerische Cecilia. Nachdem Cecilia einen Selbstmordversuch unternimmt, geben sich die Eltern toleranter und erlauben sogar eine Party. Dennoch wählt Cecilia erneut den Freitod, und diesmal stirbt sie tatsächlich. Der Schock in der Familie sitzt tief. Die Eltern beobachten immer misstrauischer das Verhalten ihrer Töchter. Als die 14-Jährige Lux sich in den Teenager Trip verliebt und die Nacht mit ihm verbringt, reagieren Mr. und Mrs. Lisbon mit einer extremen Strafmaßnahme. Ihre Töchter dürfen das Haus von nun an nicht mehr verlassen, selbst die Schule ist Tabu. Daraufhin entwickeln Lux und ihre Schwestern einen mörderischen Plan. Bereits das Debüt von Sofia Coppola ist so eindrucksvoll und irritierend wie ihre späteren Filme "Lost in Translation" oder "Somewhere". Die hochdramatische Geschichte über den Zerfall einer Durchschnitts-Familie in den USA der 1970er-Jahre wird von der Regisseurin und Drehbuchautorin mit einem unkonventionell leichten, ja fast heiteren Unterton erzählt. "The Virgin Suicides" irritiert durch seine Gegensätze, auch in inszenatorischer Hinsicht. So lässt Sofia Coppola, Tochter von Francis Ford Coppola, die an sich düstere Handlung vor einer übertrieben bunt gestalteten Kulisse abspielen (hervorragend die Kamera von Edward Lachmann, oft eingesetzt auch von Steven Soderbergh und Todd Haynes). Die Besetzungsliste ist gespickt mit älteren und jüngeren Hollywood-Stars, angefangen mit Kathleen Turner und James Woods , bis hin zu Kirsten Dunst als Lux. Der Film-Soundtrack stammt von der französischen Band Air.