Tietjen und Bommes

  • Bettina Tietjen und Alexander Bommes Bettina Tietjen bekommt einen neuen Talkshow-Partner. Ab 6. Februar 2015 führt sie gemeinsam mit Alexander Bommes durch die Sendung, die jetzt "Bettina und Bommes" heißt. Vergrößern
    Bettina Tietjen und Alexander Bommes Bettina Tietjen bekommt einen neuen Talkshow-Partner. Ab 6. Februar 2015 führt sie gemeinsam mit Alexander Bommes durch die Sendung, die jetzt "Bettina und Bommes" heißt.
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Talk, Talkshow
Tietjen und Bommes

NDR
Mo., 12.11.
02:20 - 04:20


Bettina Tietjen und Alexander Bommes begrüßen im Studio auf dem Messegelände in Hannover folgende Talkgäste: Ingo Zamperoni, Moderator "Die Präsidentschaft von Donald Trump ist in jedem Fall eine Belastung für die USA. Das Land wird danach ein anderes sein als zuvor", sagt Ingo Zamperoni, Journalist und Fernsehmoderator. Er kann es beurteilen, denn er arbeitete längere Zeit als ARD-Korrespondent in Washington. Auch privat ist er eng mit den USA verbunden: Seine Frau ist Amerikanerin. Zusammen lebt das Ehepaar Zamperoni mit drei Kindern nun in Hamburg, seit zwei Jahren Ingo Zamperoni der Anchorman der "Tagesthemen". Sein aktuelles Buch "Anderland" beschreibt unter anderem, wie sich nicht nur die Identität der USA unter Trump verändert. Auch in Deutschland vollzieht sich momentan ein gesellschaftlicher Wandel. Das zeigt sich an Wahlergebnissen wie zuletzt in Hessen. Und das sieht man mitunter an einer lauten Forderung nach "Gerechtigkeit"! Warum bekommen Männer im Schnitt immer noch mehr Gehalt als Frauen? Kann man gut von seiner Rente leben? Öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter? Um diese Fragen geht es ab dem 11. November in der ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit". Auch hier ist Ingo Zamperoni, der im Nebenfach Jura studiert hat, zu sehen. Im NDR Fernsehen wird er fragen: "Das soll Recht sein?" und umstrittene Gerichtsurteile aufrollen. Vier Schöffen dürfen aus heutiger Sicht diese Fälle neu beurteilen. Dabei wird klar: Nicht alles, was allgemein als gerecht empfunden wird, ist auch vor dem Gesetz richtig. Und anders herum gilt das auch. Michael Mittermeier, Comedian Ihm ist etwas gelungen, was ihm so schnell keiner nachmacht: Er hat es in den deutschen Rechtschreibduden geschafft! Da findet man nämlich unter "A", die Mittermeier'sche Wortschöpfung "Arschgeweih". Der Begriff geht tatsächlich auf ihn zurück! Kein Wunder, denn Mittermeier steht für Wortwitz und intelligente Gags. Seit 31 Jahren ist er mittlerweile auf den Comedy-Bühnen in Deutschland und der Welt unterwegs. Als einer der ganz wenigen Comedians ist es ihm gelungen, deutschen Humor ins Ausland zu exportieren. In England, Kanada und Südafrika wurde er schon vom Publikum gefeiert. Anfang dieses Jahres trat er im sogar legendären New Yorker Comedy Cellar auf, dem Olymp für Spaßmacher. "Lucky Punch. Die Todes-Wuchtl schlägt zurück" heißt sein aktuelles Programm. Kurz erklärt: Wuchtl ist der österreichische Begriff für eine Pointe. Und da er sein Publikum mit Pointen gewissermaßen K.o. schlagen will, haut er live ein Ding nach dem anderen raus, bis zum letzten "Lucky Punch". Minh-Khai Phan-Thi, Schauspielerin Seit 15 Jahren schiebt sie nun schon als, wie sie selbst sagt, "kühle Krimitante", "Nachtschicht" fürs ZDF. Auch wenn sie nie eine Schauspielschule von innen gesehen hat, ist sie schon so lange im Ermittlerteam der Kultkrimiserie. Am 12. November läuft die Folge "Es lebe der Tod" mit Minh-Khai als deutschasiatische Kommissarin Mimi Hu. Die Karriere der Tochter vietnamesischer Einwanderer begann als Model und Moderatorin beim Musiksender VIVA, sie drehte in eigener Regie einen Dokumentarfilm über das Land ihrer Eltern und fasste mit verschiedenen Kino- und TV-Produktionen erfolgreich Fuß im Filmgeschäft. Eine Überraschung für das Publikum war 2015 ihre Teilnahme bei der TV-Tanzshow "Let's Dance", wo sie ein grandioses Finale aufs Parkett legte und den zweiten Platz holte. Im vergangenen Jahr wurde sie in ihrer Wahlheimat Berlin zum zweiten Mal Mutter eines Sohnes und heiratete im März ihren Lebensgefährten ganz traditionell in Vietnam. Ihr Name bedeutet übrigens "Aufgehende Sonne". Wer weiß, was der neue Tag nach einer Nachtschicht noch so alles hervorbringt. Rea Garvey, Musiker Schon 20 Jahre ist es her, dass er nach Deutschland zog, um das Musikgeschäft zu erobern: Rea Garvey. Der Sänger, Gitarrist und Songwriter kennt hier wahrscheinlich mehr Städte, mehr Bühnen und mehr Kneipen als in seinem Heimatland Irland, wo er mit sieben Schwestern aufgewachsen ist. Mit 50 DM in der Tasche zog es ihn zunächst an den Bodensee, er verkaufte T-Shirts anderer Bands und suchte sich seine eigene per Zeitungsannonce: "Suche Band für Tour und Album". Mit Erfolg: seine Band Reamonn platzierte elf Jahre lang einen Charterfolg nach dem anderen. Seit acht Jahren ist Rea nun solo unterwegs und noch erfolgreicher. Inzwischen ist er der "Irishman in Berlin". Dort und auf dem Land in Hessen hat er mit seiner Frau Josephine und den Kindern eine neue Heimat gefunden. Dieses Jahr hat er sein viertes Soloalbum "Neon" veröffentlicht und spielte vor 250.000 Konzertbesuchern. Seine aktuelle Single "Kiss Me" ist auf dem besten Weg, die neue Hymne für Frisch-und Langverliebte zu werden. Matze Knop, Comedian Er ist der Mann mit den vielen Identitäten: Thomas Tuchel, Jürgen Klopp, Mats Hummels, Jogi Löw, Niki Lauda und sogar vor Christiano Ronaldo schreckt er nicht zurück. Und das ohne Portugiesisch-Kenntnisse! Matze taucht mit Haut und Haaren ein in die Personen, die er darstellt. Er studiert ihren Gang, die Gesten und natürlich den Tonfall. Dazu eine perfekte Maske, fertig ist das Ebenbild. Nur viel viel lustiger. Den Identitätswechseln gibt er sich schon seit frühester Jugend hin. "Es gab Zeiten, da war auch ich schüchtern und sehr unscheinbar", gestand er kürzlich in einem Interview. Doch dann wurde er Radiomoderator, Sportjournalist und schließlich als "Supa Richie" Comedian. Die Fans feiern die Matze-KnopWelt. Kein Wunder, dass er in seinem neuen Programm sogar einen eigenen Staat gründet. In "MATZEKNOPien" gibt es nur noch zwei Parteien und natürlich eine Fußballnationalmannschaft. Tourstart: nächstes Jahr im Februar. Anne Gesthuysen, Buchutorin und Moderatorin Schon in der Schule lernt man, dass eine gute Geschichte eine fesselnde Einleitung, einen überzeugenden Hauptteil und einen treffenden Schluss braucht. Anne Gesthuysen weiß das als Bestsellerautorin natürlich. Und auch ihr eigenes Leben hat diesen nahezu perfekt aufgebauten Spannungsbogen. Die Einleitung: Anne Gesthuysen wurde am Niederrhein geboren und wusste schon als Jugendliche, dass sie Journalistin werden will. Leidenschaftlich kommentierte sie zum Beispiel die Tischtennisturniere mit ihrem Bruder, die sie meistens verlor. Der Hauptteil: Zwölf Jahre lang prägte sie das ARD-"Morgenmagazin", gewann mit ihren Kollegen sogar den Deutschen Fernsehpreis. 2014 ging sie dort schließlich das letzte Mal auf Sendung, tränenreich, aber frohen Mutes für den neuen Weg als Romanautorin. Und schließlich ist da ja auch noch die Familie: Sie ist mit dem Journalisten Frank Plasberg verheiratet und Mutter eines Sohnes. Ihr Debüt "Wir sind doch Schwestern" ist verfilmt worden, ihr neuester Roman mit dem Titel "Mädelsabend" gerade erschienen. Und der Schluss? Noch lange nicht in Sicht! Dong-Seon Chang und Julia F. Christensen, Neurowissenschaftler Warum bewegen sich Hände und Füße in kürzester Zeit synchron, wenn man mit einem anderen Menschen die Tanzfläche betritt? Warum macht Tanzen gesünder, klüger und glücklicher? Und: Gibt es Menschen, die tatsächlich gar nicht tanzen können? Fragen, die die beiden Neurowissenschaftler Julia F. Christensen und Dong-Seon Chang mühelos beantworten können. Sie sind eine ganz besondere Arbeitsgemeinschaft: Ein Neurowissenschaftler, der nicht tanzen konnte und zu einem begeisterten Swing-Tänzer wurde, und eine Balletttänzerin, die nicht mehr tanzen durfte und nun als Neurowissenschaftlerin in der Forschung arbeitet. Gemeinsam haben sie ein Buch über das Tanzen aus neurowissenschaftlicher Sicht geschrieben und beteuern: "Tanzen ist die beste Medizin". Obwohl sie auf argentinischen Tango und er auf Swing steht, sind sie voll auf einer Wellenlänge. Wie übrigens die meisten Menschen, die miteinander tanzen. Und das liegt wiederum an den menschlichen Spiegelneuronen. Aber dazu mehr in der Sendung.


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