Der berüchtigte "Engel von St. Pauli" ist zurück! Für Hauptkommissar Jan Fabel (Peter Lohmeyer) besteht kein Zweifel, wer hinter dem grausamen Mord an einem 48-jährigen Journalisten steckt. Die Tat gleicht einer ungeklärten Verbrechensserie, die sich vor zehn Jahren ereignete und Fabel keine Ruhe lässt: Jemand schnitt neun Männern, allesamt Sexualstraftäter, Zuhälter und prügelnde Ehemänner, die Kehle durch und kastrierte sie bei lebendigem Leibe - so, als ob diese für ihre Gewalt gegen Frauen büßen sollten. Das aktuelle Opfer, gegen das eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung vorliegt, passt ins Schema. Um das Rachemotiv zu verstehen, bittet Fabel nicht die Polizeipsychologin Susanne (Proschat Madani), sondern seine Ex-Freundin Sylvie (Stephanie Japp) um Hilfe, die ein Buch über den "Engel" geschrieben hat. Schon bald merkt der Kommissar jedoch, dass der Fall komplexer ist als angenommen: Eine Mörderin, die bereits vor dem "Engel" auf die gleiche Weise tötete, ist aus der geschlossenen Psychiatrie ausgebrochen. Damals wie heute scheidet sie jedoch als Täterin aus. Als ein zweites Opfer im Rotlichtmilieu gefunden wird, schlägt Fabels Intuition Alarm: Der Ermordete hatte wie der Journalist einen Bezug zu einem Recyclingunternehmen, das Simon Blohm (Hans Löw) mit der Unterstützung seines Schwiegervaters (Manfred Zapatka) führt. Benutzt jemand die Handschrift des 'Engels', um von etwas anderem abzulenken? Fabel bleibt wenig Zeit, um herauszufinden, was hier wirklich gespielt wird. In 'Todesengel', Jakob Ziemnickis Verfilmung des Romans "Walküre" von Craig Russel, tut Peter Lohmeyer alias Jan Fabel alles dafür, um seine bislang bitterste Schlappe als Ermittler ausmerzen: Der Hamburger Hauptkommissar jagt erneut eine von der Presse als "Engel von St. Pauli" bezeichnete Serienmörderin, die vor zehn Jahren Sexualstraftäter 'bestrafte', unerkannt blieb und nun offenbar wieder aktiv wird. Gemeinsam mit seinen von Ina Paule Klink und Proschat Madani gespielten Kripokolleginnen stößt der Chefermittler jedoch auf rätselhafte Abweichungen vom früheren Opferschema. Raffiniert baut Regisseur Jakob Ziemnicki in seine düster-spannende Romanadaption eine zweite Geschichte ein, die in einem geheimen Stasiausbildungslager zu DDR-Zeiten beginnt.