Elefanten und Schuppentiere sind seit vielen Jahrzehnten Opfer von illegalem Handel. Zwei Dokumentationen auf 3sat zeigen, warum die seltenen Tiere um ihr Überleben kämpfen müssen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bevölkerten noch mehrere Millionen Elefanten weite Teile von Asien und Afrika. Seitdem ist die Zahl der riesigen Grautiere drastisch gesunken: Inzwischen gibt es nur noch etwa 350.000 von ihnen. Ein Grund dafür ist die Gier nach dem "Weißen Gold": Elfenbein. Während die majestätischen Tiere um ihr Überleben kämpfen, bereichern sich besonders Wohlhabende an den elfenbeinfarbenen Schnitzereien – und das schon seit Jahrtausenden.

In der Dokumentation "Tödliche Gier – Das Geschäft mit Elfenbein", die nun erstmals auf 3sat im Free-TV ausgestrahlt wird, beschäftigen sich Klaus Sparwasser und Phillip Hattingh mit den gravierenden Auswirkungen des Handels mit dem vor allem in Asien beliebten Rohstoff. Eine Lösung für den Erhalt der Elefanten liegt in den Tiefen der Arktis verborgen: Mammut-Elfenbein. Aber können diese Funde das Überleben der Elefanten sichern? Das Elfenbein ist nämlich nicht das einzige Problem, das die Elefanten stark gefährdet.

Neben den Elefanten müssen auch Schuppentiere seit Jahren um ihr Überleben kämpfen. Denn ihre Schuppen, die als Wundermittel verkauft werden, und ihr delikates Fleisch ist in Ländern wie China und Vietnam heiß begehrt. Etwa 100.000 der dinosaurierähnlichen Tiere werden jährlich illegal geschmuggelt, und sind damit die am meisten gewilderten Säugetiere der Welt. Die Dokumentation "Handelsware Schuppentier", die direkt im Anschluss (21.00 Uhr) gezeigt wird, begleitet die Artenschützerin Maria Diekmann auf ihrer Reise, auf der sie einen Blick hinter den grausamen Handel mit den vom Aussterben bedrohten Tieren wirft.


Quelle: teleschau – der Mediendienst