Danil Liebstein ist Therapeut und tot. Auf seiner Beerdigung treffen Familienangehörige auf Kollegen, Patienten, Freunde und noch mehr. Obwohl sie alle sehr unterschiedlich sind, haben sie doch eines gemeinsam: Sie hatten eine enge Beziehung zu Danil Liebstein. Auch wenn ihn alle kannten, verkörperte er doch für jeden etwas anderes. Seine Patienten sahen in ihm die Heilung und Hilfe, die sie so dringend benötigten, für seine Freunde war er der Freund, mit dem man durch dick und dünn gehen konnte, für seine Kollegen ein erfahrener Therapeut und Ratgeber und für seine Familie ein Vater. Oder so ähnlich. Zoja, seine Tochter jedenfalls ist tief getroffen. Sie zeigt es aber nicht, muss eigentlich auch gleich weiter, wichtige Termine in Übersee. Am Ende jagt sie die gesamte Trauergemeinschaft mit dem Gewehr aus dem Haus. Herbert, ein Patient, ist verzweifelt. Er weiß nicht, was er ohne seinen Therapeuten machen soll, will sich vom Dach stürzen, lässt es aber lieber. Er glaubt nicht an den Tod des Therapeuten und begibt sich auf die Suche nach ihm. Liebsteins Frau ist entrückt, hält sich an Bäumen fest, um von deren Energie zu profitieren. Als am Ende ein Schützenverein vor der Tür steht, ist endgültig klar, dass eigentlich niemand weiß, wer Danil Liebstein wirklich war.