Seit die Donau durch den Rhein-Main-Donau-Kanal mit dem europäischen Wasserstraßennetz verbunden ist, gilt sie als der am stärksten von Kabinenschiffen frequentierte Fluss weltweit. Die Folge: Eine Schiffslawine, die sich durch Weltkulturerbe-Städte wie Regensburg oder das Barockjuwel Passau wälzt und die Luft mit Abgasen verpestet. Nun wollen sich die Anwohner wehren! Passau macht mittlerweile bei den Flusskreuzfahrten mit einem Aufkommen von 700.000 Passagieren jährlich sogar Hamburg Konkurrenz. Ein touristischer Boom, der für die Anwohner in den historischen Altstädten aber immer mehr zum Problem wird. Sie leiden unter Lärmbelastung, Touristen in den Vorgärten und vor allem unter den Schiffsabgasen. Denn die Schiffe lassen oft stundenlang die Dieselmotoren laufen. Zwar gibt es in Passau auch Landstromanlagen, doch die reichen nicht aus für das stetig steigende Fahrgastaufkommen. Eine Situation, die die Einwohner schon lange mit Unbehagen erfüllt, weil sie die gesundheitlichen Folgen fürchten. Allen voran der Lehrer und Ökoaktivist Bernd Sluka. Er führt auf eigene Faust Messungen direkt am Ufer durch und installiert selbst gebaute Messgeräte in den Wohnungen betroffener Bürger. Mithilfe der erhobenen Daten will er die Beschwerden der Bürger auf eine objektive Grundlage stellen und die Stadt mit konkreten Fakten konfrontieren, um so eventuell eine Anlegeobergrenze und eine bessere Kontrolle an den Landstromanlagen durchsetzen zu können. Auch die Bundespolitik sieht mittlerweile Handlungsbedarf und setzt ihrerseits auf finanzielle Anreize für den Kauf abgasärmerer Motoren für die Kabinenschiffe. Eine generelle Filterpflicht aber, wie sie Anwohner und Umweltorganisationen außerdem fordern, lehnt der Bundesverkehrsminister ausdrücklich ab. Doch die Anschaffung neuer emissionsärmerer Motoren, wie Andreas Scheuer sie sich wünscht, können sich viele Binnenschiffer - trotz Förderung - oft gar nicht leisten. Allen voran die Frachtschiffer, oftmals Familienbetriebe, die finanziell gerade so über die Runden kommen. Also ein "immer weiter so" in den Städten an der Donau? Ein Filmteam spricht sowohl mit den betroffenen Bürgern und mit dem Naturschutzbund, als auch mit Vertretern der Binnenschifffahrt und der Politik. Gleichzeitig werden neue Lösungen seitens der Technik vorgestellt, z.B. neue Antriebssysteme auf Wasserstoffbasis.