Rodolfo, Graciela und Ana waren einmal eine Familie. Doch das ist lange her, zehn Jahre etwa. Seit der Trennung von Graciela hat sich Rodolfo wenig um seine Tochter Ana gekümmert. Graciela arbeitet viel, und da jüngst auch noch ihre Tante Beba krank geworden ist, lässt sie ihre Tochter oft notgedrungen allein. Ana nutzt ihre Freiheit, um die Schule zu schwänzen und mit ihrem Freund Matias erste sexuelle Erfahrungen zu sammeln. Doch dieser labile Status quo ändert sich, als Rodolfo in eine Midlifecrisis rutscht: Sein Job als Zahnarzt langweilt ihn; von seiner neuen Frau, die immer abwesend ist, hat er sich entfremdet, und selbst der geliebte Fußball bringt keine Freude mehr, seit Stiefsohn Victor ihn seines Alters wegen nicht mehr mitspielen lässt. Zu Gracielas Befremden beginnt Rodolfo, sich verstärkt um Ana zu bemühen: Er kümmert sich um die Pflanzen, repariert die defekten Geräte in Gracielas Wohnung, räumt auf und besorgt das Essen. Er begleitet Ana zu ihren Handballspielen und versucht, die Rolle als Vater einzunehmen, die er nie hatte. Da Ana sich ohnehin nur treiben lässt, gefällt ihr die neue Aufmerksamkeit des Vaters. Doch Graciela, die bei der Wache an Tante Bebas Krankenbett den etwas jüngeren Dustin kennengelernt hat und dabei ist, sich in ihn zu verlieben, ist von Rodolfos ständiger Anwesenheit und Ordnungsliebe genervt. Zu ihrem Entsetzen muss sie mit Ansehen, dass Rodolfo sogar in ihre kleine Wohnung einzieht. Nur Ana ist froh und bereit, das einst zersplitterte und nun frankensteinartig gekittete Familienleben als normal anzunehmen.