Unser Wild

  • Das Rehkitz kann sich bereits nach etwa einer Woche vor den meisten Gefahren selbst in Sicherheit bringen. Wird es zurückgelassen, versteckt es sich im hohen Gras. Wenn dann gemäht wird, sterben jedes Jahr Zigtausende Kitze einen grausamen Tod. Vergrößern
    Das Rehkitz kann sich bereits nach etwa einer Woche vor den meisten Gefahren selbst in Sicherheit bringen. Wird es zurückgelassen, versteckt es sich im hohen Gras. Wenn dann gemäht wird, sterben jedes Jahr Zigtausende Kitze einen grausamen Tod.
    Fotoquelle: BR
  • Rehe leben in ganz Europa bis hinauf zur Waldgrenze. In dichten, geschlossenen Wäldern sind sie seltener anzutreffen. Sie bevorzugen die Grenze zwischen Wald und Wiese, weil sie so auf der Wiese äsen und bei Gefahr in den Wald flüchten können. Vergrößern
    Rehe leben in ganz Europa bis hinauf zur Waldgrenze. In dichten, geschlossenen Wäldern sind sie seltener anzutreffen. Sie bevorzugen die Grenze zwischen Wald und Wiese, weil sie so auf der Wiese äsen und bei Gefahr in den Wald flüchten können.
    Fotoquelle: BR
  • Das Rotwild unterscheidet sich schon allein durch seine Größe deutlich von den Rehen: Die Tiere sind fast doppelt so groß und mit bis zu 300 Kilo etwa 10-mal so schwer. Im Unterschied zum Reh schließt sich das Rotwild grundsätzlich in Rudeln zusammen. Vergrößern
    Das Rotwild unterscheidet sich schon allein durch seine Größe deutlich von den Rehen: Die Tiere sind fast doppelt so groß und mit bis zu 300 Kilo etwa 10-mal so schwer. Im Unterschied zum Reh schließt sich das Rotwild grundsätzlich in Rudeln zusammen.
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  • Um den Kopfschmuck von Hirschen herrscht ein regelrechter Kult. Passionierte Jäger zahlen viele Tausend Euro, um einen Hirsch mit mächtigem Geweih erlegen zu dürfen. Vergrößern
    Um den Kopfschmuck von Hirschen herrscht ein regelrechter Kult. Passionierte Jäger zahlen viele Tausend Euro, um einen Hirsch mit mächtigem Geweih erlegen zu dürfen.
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Natur+Reisen, Tiere
Unser Wild

Infos
Online verfügbar von 05/06 bis 12/06
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
arte
Mi., 05.06.
18:30 - 19:20
Reh und Hirsch


Der Rothirsch gilt als der "König der Wälder", und seit Jahrhunderten ist er ein Politikum. Weil die Bauern für Schäden auf Feldern und Wiesen vom Jagdpächter Entschädigung fordern können, vertreiben die Jäger den "Schädling" in den Wald. Dem "König des Waldes", der eigentlich ein Steppentier ist, wird sein Reich aufgezwungen. Und er schädigt es: Mangels Gras fressen Rothirsche junge Bäume und schälen Rinde ab. Während Rehe überall frei herumlaufen können, dürfen Hirsche in Deutschland nur in eigens ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Zwischen diesen Inseln gibt es keine Verbindung, Wanderungen sind nicht möglich. Im Unterschied zum Rotwild passen sich Rehe gut an die durch den Menschen veränderte Landschaft an und können so ständig neue Lebensräume besiedeln. Das Reh besiedelte ursprünglich Waldrandzonen und -lichtungen. Mittlerweile kommt es auch in offener, fast deckungsloser Agrarsteppe vor. Die Folgen sind dramatisch: In einigen Regionen haben Rehe eine so hohe Bestandsdichte erreicht, dass sie die natürliche Waldverjüngung verhindern. Die Maßnahmen der Schadensbegrenzung werden kontrovers gesehen. Sie reichen vom Einzäunen über eine Verringerung des Rehbestandes durch Abschuss bis hin zur wildgerechteren Waldwirtschaft. Allerdings ist jede Maßnahme mit erheblichem Aufwand verbunden. Der Hauptstreitpunkt ist und bleibt die Jagd. Die Zahl der erlegten Rehe hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen, aber um den Bestand so zu dezimieren, dass sich die Waldschäden verringern, würde nur eine gezielte Bejagung helfen. Nach Ansicht vieler Waldbesitzer und Förster ist vor allem die falsche Hege durch die Jäger für die hohen Rehwildbestände verantwortlich. Das einseitige Fördern von jagdlich interessanten Tieren und der Wunsch, möglichst große Trophäen zu erbeuten, gehe auf Kosten des Waldes. Von Seiten der Wildbiologen heißt es zudem, Wildfütterung sei unnatürlich, denn das Wild sei durch die lange Evolution an den winterlichen Nahrungsengpass angepasst. Fütterung sei daher oftmals kontraproduktiv, da sie die Reproduktionsrate erhöhe und damit das Wald-Wild-Problem zusätzlich anheize.


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