Unser blauer Planet

Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Unser blauer Planet

Infos
Produktionsland
GB
Produktionsdatum
2001
3sat
Fr., 06.07.
19:30 - 20:15
Folge 5, Im Wechsel der Jahreszeiten


In den Meeren der gemäßigten Breiten herrscht eine schier unendliche Vielfalt an Leben. Zu jeder Jahreszeit gibt es erstaunliche Aktivitäten im und am Wasser. Wenn im Hochwinter 15 Meter hohe Wellen gegen die Klippen des nordamerikanischen Kontinents prallen, verlassen viele Tiere die ungastlichen Küsten und überdauern den Winter in ruhigeren, tieferen Gewässern. Doch manche entscheiden sich auch dafür, zu bleiben. Im Januar drängen sich Tausende Kegelrobben an den sturmumtosten Stränden von Sable Island zusammen, rund 280 Kilometer vor der Küste Neuschottlands. Ebenso wie manche Fische, pflanzen sie sich dort zur kältesten Jahreszeit fort. Sie setzen sich den eisigen Winden aus, damit ihr neugeborener Nachwuchs von der Fülle an Nahrung im Frühjahr profitiert. Wenn die Tage wieder länger werden, vollzieht sich förmlich eine Explosion mikroskopisch kleinen Lebens - die Planktonblüte. Das Sonnenlicht ist die lebenswichtige Energiequelle für Milliarden Planktonpflanzen, die sich jedes Frühjahr und jeden Sommer im warmen Wasser der gemäßigten Breiten in unvorstellbaren Massen vermehren. Die Überfülle an Plankton lockt immense Schwärme zarter, durchscheinender Nesselquallen ebenso an wie Riesenhaie, die mit drei Tonnen Körpergewicht das Wasser durchpflügen. Wenn im Sommer das Sonnenlicht in die Tiefe dringt, streben vor der kalifornischen Küste Wälder aus Riesentang dem Licht entgegen. Mehr als 14 000 verschiedene Meeresalgen gedeihen in den Meeren der gemäßigten Breiten, doch am eindrucksvollsten ist der Riesentang. Er beeindruckt nicht nur mit seiner Länge, er ist auch die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Die Wälder aus Tang bieten unzähligen Tierarten Lebensraum. Im November streben mehr als 500 Millionen Tonnen erwachsene Atlantische Heringe ihren Überwinterungsgründen entgegen, den Fjorden Norwegens. Sie meiden die Winterstürme über dem offenen Ozean und lassen die Fjorde wie brodelnde Ströme aus Fisch erscheinen. Ihnen folgen kleine Gruppen von Schwertwalen, die die Heringsschwärme das ganze Jahr über begleiten. Auch die Schwertwale bleiben drei Monate lang in den norwegischen Gewässern, während sie sich mit Heringen vollstopfen. Doch selbst 500 hungrige Schwertwale haben nur wenig Einfluss auf die riesigen Heringsschwärme, die im Frühjahr scheinbar ohne Verluste wieder aufs offene Meer ziehen.


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