Unser blauer Planet

  • Ein Manta, auch Teufelsrochen genannt. Vergrößern
    Ein Manta, auch Teufelsrochen genannt.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Michael Pitts
  • Sturmtaucher stürzen sich im offenen Meer auf Fischschwärme, die unter der Oberfläche ziehen. Vergrößern
    Sturmtaucher stürzen sich im offenen Meer auf Fischschwärme, die unter der Oberfläche ziehen.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Rick Rosendahl
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Unser blauer Planet

Infos
Produktionsland
GB
Produktionsdatum
2001
3sat
Heute
17:00 - 17:45
Folge 3, Im offenen Meer


Tiefes Blau dehnt sich in alle Richtungen bis zum Horizont aus. Vom Meeresspiegel bis zum Grund sind es mancherorts unheimliche 10 000 Meter. Die filmische Reise führt ins offene Meer. Das offene Meer ist eine unermessliche Fläche zwischen sengender Sonne und kalter Finsternis. Wer dort überleben will, sollte groß und kräftig genug sein, um aus eigener Kraft überallhin gelangen zu können. Delfine etwa legen auf der Suche nach Beute Hunderte Kilometer zurück, Gestreifte Marline können den Geruch von Sardinen wahrnehmen und folgen ihnen kilometerweit, und über Wasser folgen Sturmtaucher den jagenden Fischen, die sie zu einem sicheren Fressplatz führen. Die Reise führt unter anderem in Korallenriffe. Wenn sich dort Drückerfische fortpflanzen, gelangen Millionen befruchteter Eier ins Wasser, die mit den Strömungen ins offene Meer treiben. Ihre Überlebenschance ist gering: Von einer Million Eier werden vielleicht zwei heranreifen. Noch bevor die Jungfische schlüpfen, verschwinden unzählige Eier im Schlund von Teufelsrochen, die mit weit aufgesperrten Mäulern durch die Ei-Wolken gleiten. Plankton kann nicht gegen die Strömung schwimmen, stattdessen treibt es mit den Wassermassen - manchmal ins Verderben. Immer wieder erheben sich Vulkane mehrere Tausend Meter hoch über den Meeresboden. Wenn die Strömung an die Flanken des Seeberges prallt, wird sie aufwärts gelenkt und mit ihr das Plankton. Dann brechen fette Zeiten für die Planktonfresser an, die sich an den Seebergen versammelt haben. Aber das Leben auf dem offenen Ozean ist nicht weniger gefährlich. Zahlreiche Tiere haben sich auf das Hochsee-Leben spezialisiert. Die Kammqualle etwa jagt Plankton an der Grenze von Wasser und Luft, darunter durchsieben riesige Sardinenschulen das Meer nach Nahrung, über Wasser lauern die Schnäbel von Sturmvögeln. Klein zu sein ist auf dem offenen Ozean von Nachteil. Daher zieht jede Art von Treibgut sowohl Plankton als auch Jungfische wie ein Magnet an, denn jeder Zufluchtsort vergrößert ihre Überlebenschancen. Junge Drückerfische wachsen unter dem Schutz von Treibholz heran, während Entenmuscheln sich auf dem driftenden Floß festsetzen und Plankton aus dem Wasser filtern. Oft halten sich Tausende Fische gleichzeitig unter dem Treibgut auf - zum Beispiel riesige Schwärme von Drachenköpfen.


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