Unser blauer Planet

  • Glasfische vor Weichkorallen. Vergrößern
    Glasfische vor Weichkorallen.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Georgette Douwma
  • Fluorizierende Korallen - sichtbar gemacht durch UV-Licht. Vergrößern
    Fluorizierende Korallen - sichtbar gemacht durch UV-Licht.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Steve Downer
  • Gemeine Süßlippen leuchten in bunten Farben. Vergrößern
    Gemeine Süßlippen leuchten in bunten Farben.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Georgette Douwma
  • Ein Jäger im Korallenriff: der Graue Riffhai. Vergrößern
    Ein Jäger im Korallenriff: der Graue Riffhai.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Michael Pitts
  • Korallenriffe sind in ihrer unglaublichen Vielfalt an Farben, Formen und Arten die Regenwälder des Meeres. Rote Fahnenbarsche gehören zu den Bewohnern des Korallenriffs. Vergrößern
    Korallenriffe sind in ihrer unglaublichen Vielfalt an Farben, Formen und Arten die Regenwälder des Meeres. Rote Fahnenbarsche gehören zu den Bewohnern des Korallenriffs.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Peter Scoones
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Unser blauer Planet

Infos
Produktionsland
GB
Produktionsdatum
2001
3sat
Do., 20.12.
17:45 - 18:30
Folge 6, Im Korallenmeer


Korallenriffe sind mit ihrer unvergleichlichen Vielfalt an Farben, Formen und Arten die Regenwälder des Meeres. Umgeben von weiten ozeanischen Wüsten gleichen sie üppigen submarinen Oasen. Bei so viel Leben auf begrenztem Raum herrscht heftiger Wettbewerb zwischen Arten und Individuen. Aber der gewaltige Überlebensdruck hat auch eine Vielzahl von Allianzen entstehen lassen. Den Mittelpunkt dieser Folge bilden die eindrucksvollen Korallenformationen. Sie entstehen aus winzig kleinen Polypen, die nach der Korallenblüte im Wasser treiben und jede Möglichkeit nutzen, sich festzusetzen. Die Korallen besiedeln unseren Planeten seit rund 600 Millionen Jahren. Dank ihrer Bewaffnung mit Nesselkapseln haben sie nur wenige Feinde. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist die Symbiose, die viele Arten mit einzelligen Algen eingehen. Jene Arten, die nicht in Symbiose mit Algen leben, filtern mit ihren gefiederten Tentakeln unablässig Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Trotz ihres Kalkskeletts sind die Korallen erstaunlich verwundbar: Drückerfische haben lange, spitze Zähne, die es ihnen erlauben, ganze Korallenäste vom Stock zu brechen. Ihre Vorliebe für Korallen teilen die Drückerfische mit den Papageifischen. Deren Zähne sind zu einem Schnabel verwachsen, mit dem sie die Korallen abschaben. Der gefürchtetste Korallenräuber ist jedoch kein Fisch, sondern ein mit giftigen Stacheln übersäter Seestern, der bis zu einem halben Meter im Durchmesser erreichen kann - die Dornenkrone. Sie stülpt ihren Magen über eine Kolonie und verdaut alles lebende Gewebe. In einer einzigen Nacht kann sie eine jahrzehntealte Kolonie vernichten. Der Wettbewerb um Lebensraum am Riff ist so intensiv, dass manche Tiere ihre Behausung erbittert verteidigen. Anemonenfische etwa leben zwischen den nesselnden Tentakeln der Anemonen. Ihre Körper sind von einer Schleimschicht überzogen und gegen das Anemonengift immun. Bei Gefahr suchen die Clownfische zwischen den Tentakeln Schutz, und auch die Anemone profitiert von ihren Bewohnern, die sie vor Fressfeinden schützen. Andere Tiere setzen auf artenübergreifende Zusammenarbeit: Manche Garnelen und Lippfische haben sich darauf spezialisiert, andere Tiere von Algen und Hautparasiten zu reinigen. Systematisch suchen die Putzer die Haut nach Pilzen und Bakterien ab. So wird der eine ungebetene Mitbewohner los, während der andere Nahrung erhält. Grund genug für Meeresschildkröten und sogar für die riesigen Mantas, am Riff Rast zu machen und sich reinigen zu lassen. Die wahre Vielfalt am Riff offenbart sich oft erst nach Einbruch der Dämmerung: Dann verlassen Heere von Seeigeln und Seesterne ihre Verstecke in den Riffspalten und weiden Algen und organische Abfälle ab, während Muränen und Weißspitzen-Riffhaie das Riff nach unvorsichtigen, schlafenden Fischen durchforsten. Korallenriffe locken sogar so manchen Meeresriesen an: Die Buckelwale ziehen Tausende Kilometer weit, um in den warmen Korallenmeeren ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen.


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