Unter deutschen Dächern - Mann oder Frau?

  • Karsten auf dem Weg zur Frauwerdung. Vergrößern
    Karsten auf dem Weg zur Frauwerdung.
    Fotoquelle: Radio Bremen/Anna-Maria Meyer
  • Karin Robrahn-Faul stylt Manuela. Das Ziel: Die Perücke überflüssig machen und mit dem echten Haar Weiblichkeit ausstrahlen. Vergrößern
    Karin Robrahn-Faul stylt Manuela. Das Ziel: Die Perücke überflüssig machen und mit dem echten Haar Weiblichkeit ausstrahlen.
    Fotoquelle: Radio Bremen/Anna-Maria Meyer
  • Karsten ist erst seit kurzem Crossdresser. Immer öfter verwandelt er sich in Ekatarina. Vergrößern
    Karsten ist erst seit kurzem Crossdresser. Immer öfter verwandelt er sich in Ekatarina.
    Fotoquelle: Radio Bremen/Anna-Maria Meyer
  • Auch weibliche Bewegungen sind wichtig für das Gefühl eine Frau zu sein. Vergrößern
    Auch weibliche Bewegungen sind wichtig für das Gefühl eine Frau zu sein.
    Fotoquelle: Radio Bremen/Anna-Maria Meyer
  • Das erste Mal als Ekatarina in der Öffentlichkeit zu sein, ist für Karsten sehr aufregend. Vergrößern
    Das erste Mal als Ekatarina in der Öffentlichkeit zu sein, ist für Karsten sehr aufregend.
    Fotoquelle: Radio Bremen/Anna-Maria Meyer
  • Bei "Schwesternzeit" wird Gemeinsamkeit groß geschrieben. Vergrößern
    Bei "Schwesternzeit" wird Gemeinsamkeit groß geschrieben.
    Fotoquelle: Radio Bremen/Anna-Maria Meyer
  • Manuela und Doris sind seit über 30 Jahren verheiratet. Vergrößern
    Manuela und Doris sind seit über 30 Jahren verheiratet.
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  • Manuela fühlte sich schon immer als Frau. Vergrößern
    Manuela fühlte sich schon immer als Frau.
    Fotoquelle: Radio Bremen/Anna-Maria Meyer
Report, Dokumentation
Unter deutschen Dächern - Mann oder Frau?

NDR
Mo., 27.08.
23:15 - 23:45


Karsten ist ein richtiger Kerl. Er ist 1,82 Meter groß, fährt Motorrad und arbeitet als Busfahrer. Er lebt gern als Mann, aber manchmal möchte Karsten sich in eine Frau verwandeln. In Ekaterina. Geholfen hat ihm bei dieser Verwandlung der Transgenderservice schwesternzeit von Karin Robrahn-Faul. In den kleinen Räumlichkeiten in Hamburg sind Silikonbrüste, Korsetts und Perücken vorhanden für Männer, die einem Bedürfnis nachgeben, dem sie sich nicht länger verwehren können. Sie wollen als Frau leben, einige von ihnen ausschließlich, andere im Wechsel mit ihrer Männerrolle. Karin Robrahn-Faul verwandelt die Männer äußerlich zu Frauen. Mit sicherem Blick und geübter Hand stylt sie ihre Besucher um, sodass diese, vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben, aussehen wie die Frau, die sie immer sein wollten. Manche dieser Besucher haben sich nie getraut, ihre innere Frau auch äußerlich erscheinen zu lassen, andere wissen nicht, wie sie sich vorteilhaft in Szene setzen können. Ihnen allen gibt Karin Rat und steht ihnen zur Seite. Auch Manuela hat schwesternzeit aufgesucht. Die 67-jährige studierte Physikerin lebte bis vor einem Jahr ein Leben als Mann. Sie ist transident, also für ihr Gefühl im falschen Körper geboren worden. Jetzt ist Manuela pensioniert und lebt ein Leben als Frau. Sie ist verheiratet mit der ebenfalls pensionierten Realschullehrerin Doris, die sie in allen Bereichen unterstützt. Diese neue Folge der Reihe "Unter deutschen Dächern" beleuchtet den Mikrokosmos schwesternzeit und nähert sich behutsam Männern, die ihre Identität fernab von alten Rollen- und Geschlechtermuster definieren. Der Film von Susan Tratz begleitet sie während ihrer Transformation und in ihrem Alltag, besucht das Ehepaar Manuela und Doris zu Hause, spricht mit beiden über die Veränderungen in ihrem Leben nach Manuelas Entscheidung, ihre Männlichkeit für immer abzulegen. Das Filmteam begleitet Karsten zu Karins schwesternzeit, wo er sich als Frau perfektionieren lassen will, erstmals seinem persönlichen Schönheitsideal nahe kommen möchte, um dann zum ersten Mal als Ekaterina auf die Straße zu gehen. In dem Film werden Menschen gezeigt, die sich voller Mut die Frage stellen: Wer will ich sein? Welcher Stil entspricht meinem Gefühl? Fragen, die bis hin zum richtigen Make-up reichen, die aber letztlich alle auf eines hinauslaufen: Wie werde ich mit meinem Bedürfnis innerhalb der Gesellschaft akzeptiert? Es eröffnet sich der Blick in das Leben von Menschen, die sich den gesellschaftlichen Konventionen nicht unterwerfen können. Das erfordert immer wieder den Mut, zu sich selbst zu stehen, gegen die Angriffe von außen.


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