Gute Laune ist garantiert, wenn Constanze Lindner im Vereinsheim Schwabing in München die besten Newcomer und Etablierten aus den Bereichen Stand-up-Comedy, Kabarett und Musik präsentiert. Klein aber fein: In typischer Wirtshaus-Atmosphäre lädt Constanze Lindner zum Kleinkunstabend ein. Diesmal sind zu Gast: Fatih Çevikkollu, Anna Piechotta, Stefan Leonhardsberger und die Pompfüneberer, Quichotte, Christoph Fritz und Björn Puscha. Der in Köln geborene Schauspieler und Kabarettist Fatih Çevikkollu war der erste Türke, der als Büttenredner beim Kölner Karneval auftrat. 2006 wurde er mit dem Prix Pantheon ausgezeichnet. In seiner damaligen Laudatio hieß es: "Fatih Çevikkollu vollführt seine immer hintergründige und zielsichere Kritik an Politik und Gesellschaft mal nachdenklich, mal bissig, aber immer so, dass seine Sicht der Dinge die Zuschauer nicht nur zum Lachen bringt, sie wirkt auch in deren Köpfen weit über den Abend hinaus." Mit 13 Jahren schrieb Anna Piechotta ihre ersten Lieder. In ihrer Heimat, Cochem an der Mosel, lag es nahe, sich mit den ersten eigenen Melodien und Texten auf den umliegenden Bühnen der verschiedenen Weingutskeller auszuprobieren. Nach einem abgebrochenen Studium der Musikwissenschaften folgte ein leidenschaftliches Studium der musikalischen Praxis. Virtuos begleitet sich die Künstlerin in ihren Stücken am Klavier und unterstreicht akzentuiert den schwarzen Humor ihrer Lieder. Wenn Texte im Wiener Schmäh auf Melodien des Rock und des Südstaaten Folk treffen, dann entsteht der unverwechselbare Sound von Stefan Leonhardsberger und seinen Pompfüneberer. Er singt von Liebe und Tod, von Anfang und Ende. Das seine Begleitband "Pompfüneberer" heißen - übersetzt: die Sargträger -, ist also nur konsequent. Mit 14 Jahren verfasste Jonas Klee alias Quichotte seine ersten eigenen Rap-Songs. Während seines Lehramtsstudiums fand er seinen Weg auf die Poetry-Slam-Bühne. Dem deutschen Bildungssystem sei Dank, dass er das Lehrerdasein an den Nagel gehängt hat! Stattdessen stellt er sich mit unbändigem Eifer den Windmühlen der seichten Unterhaltung entgegen und eröffnet seinem Publikum einen ganz eigenen Blick auf seine Beobachtungen in der Welt. Alles begann in einer kleinen ländlichen Gemeinde in Österreich, in der Veganismus als Einstiegsdroge zur Homosexualität gilt. Nach der Matura studierte Christoph Fritz europäische Wirtschaft, da er sich im Leben nicht so sehr aufgeben wollte, um Lehramt oder Publizistik zu studieren. Das seinem Alter hinterherhinkende Gesicht war dabei sein stetiger Begleiter. 2018 erhielt das jüngste Gesicht des Kabaretts den Förderpreis des österreichischen Kabaretts. Bürger from the Hell - das ist ein nicht ganz ernst gemeinter Spitzname für den ausgezeichneten Musiker Norbert Bürger. Er hat seine wahre Berufung, nämlich die kleinste Showband der Welt zu sein, gefunden. So heizt er dem Publikum auf seine schräge Art ordentlich ein. Abgerundet wird der Abend mit einem Lateinkurs der besonderen Art, wenn sich der Vereinsheim-Schankkellner Björn Puscha persönlich um das Bildungsniveau des Publikums bemüht.