Vergessene Wracks - Schwarze Tränen der Meere

  • Polnisches Forschungsschiff "Imor" des Marineinstituts Gdansk auf Suche nach Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg. Vergrößern
    Polnisches Forschungsschiff "Imor" des Marineinstituts Gdansk auf Suche nach Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg.
    Fotoquelle: WDR/Längengrad Filmproduktion
  • Die Naturstrände der Danziger Bucht sind vom Öl aus Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg bedroht Vergrößern
    Die Naturstrände der Danziger Bucht sind vom Öl aus Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg bedroht
    Fotoquelle: WDR/Längengrad Filmproduktion
  • Rostendes Wrack am Meeresgrund. Vergrößern
    Rostendes Wrack am Meeresgrund.
    Fotoquelle: WDR/Längengrad Filmproduktion
  • Luftaufnahme Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg. Vergrößern
    Luftaufnahme Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg.
    Fotoquelle: WDR/Längengrad Filmproduktion
Report, Dokumentation
Vergessene Wracks - Schwarze Tränen der Meere

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
WDR
Mi., 12.06.
22:55 - 23:40


Vor den Küsten der Welt liegen tickende Zeitbomben: 6.300 Wracks, gesunken im Zweiten Weltkrieg, verrosten seit mehr als 75 Jahren im Meer. Und sie verlieren Öl. Giftiges Öl. Forscher schätzen die in ihnen verbliebene Menge Öl auf bis zu 15 Millionen Tonnen. Sie bedrohen Strände an Nord- und Ostsee, am Atlantik wie auch in der Pazifikregion. Urlaubs- wie auch Tierparadiese. Die Gefahr stellt alle bisherige Ölkatastrophen in den Schatten. Zum Vergleich: Als 1989 der Tanker Exxon Valdez vor Alaska auf Grund lief, verseuchte er die Küste mit 37.000 Tonnen auslaufenden Rohöls. Wir erinnern uns an Bilder, wie verschmierte Seevögel im Ölfilm ertranken. Dabei ist es nur Bruchteil dessen gewesen, was in den Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wird. Der Film führt die Zuschauer vor die Ostseeküste Polens, nach Norwegen, in die USA und in den pazifischen Ozean. Er begleitet Wissenschaftler, die untersuchen, wie stark der Meeresboden an manchen Orten bereits durch austretendes Öl verseucht wurde. Sie beobachten kritische Wracks, entwickeln Gefahrenszenarios und warnen: Das Öl etlicher gesunkener Schiffe müsste dringend abgepumpt werden. Noch wäre Zeit, die "schwarzen Tränen der Meere" sicher zu entsorgen. Doch trotz aller Warnungen unternehmen die wenigsten Regierungen bisher etwas gegen die Gefahr. Die Wracks auszupumpen wäre zwar technisch möglich, aber aufwändig und teuer. Dabei warnen Experten, dass etliche Wracks jetzt in eine kritische Phase eintreten. Aufgrund der jahrzehntelangen Korrosion im salzigen Meerwasser reichen manchmal kleinste Erschütterungen aus, um die Stahlwände der gesunkenen Schiffe brechen zu lassen. Der Film begibt sich auf eine ebenso spannende wie brisante Recherche in die Tiefen der Meere und dokumentiert einen Wettlauf gegen die Zeit. Meeresforscher, Küstenwachen und Bergungsexperten weltweit sind sich einig: Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann weitere massive Ölaustritte aus Wracks des Zweiten Weltkrieges eine Ölpest verursachen werden.


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