Vergissmeinnicht

Im hartnäckigen Kampf gegen die Behörden und unter Einsatz seines eigenen Lebens bewahrte Carl Lutz, nach Stationen in den USA und Palästina ab 1942 schweizerischer Vizekonsul in Budapest, mehr als 60.000 ungarische Juden vor dem Tod. Vergrößern
Im hartnäckigen Kampf gegen die Behörden und unter Einsatz seines eigenen Lebens bewahrte Carl Lutz, nach Stationen in den USA und Palästina ab 1942 schweizerischer Vizekonsul in Budapest, mehr als 60.000 ungarische Juden vor dem Tod.
Fotoquelle: ARTE France
Report, Zeitgeschichte
Vergissmeinnicht

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 17/02 bis 24/02
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2016
arte
Sa., 17.02.
18:00 - 18:25
Carl Lutz, Retter


Budapest, 1944: Als die ungarischen Juden zu Hunderttausenden nach Auschwitz deportiert werden, hat ein Schweizer Diplomat den Mut zum Widerstand. Unter Missachtung der Dienstanweisungen trotzt er dem NS-Regime und dessen ungarischen Verbündeten und rettet so mehr als 60.000 Juden das Leben. Carl Lutz erblickt am 30. März 1895 in einem kleinen Dorf am Fuße der Schweizer Alpen das Licht der Welt. Als junger Mann wandert er in die USA aus und beginnt schließlich in Washington D. C. beim Schweizer Konsulat zu arbeiten. 1935 wird Carl Lutz schließlich als Diplomat nach Palästina berufen. 1942 wird er zum Vizekonsul in Budapest befördert, dort wird er rasch zu einem der einflussreichsten Diplomaten der Stadt. Carl Lutz nutzt seinen Einfluss, um sich während des Zweiten Weltkriegs für die jüdische Bevölkerung einzusetzen. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem deutschen Gesandten gelingt es ihm, 7.800 Juden unter schweizerischen diplomatischen Schutz zu stellen. Jeder dieser 7.800 erhält einen Schutzbrief, der seine Sicherheit gewährleistet und ihm die Ausreise ermöglicht. Doch das ist Lutz nicht genug. Indem er heimlich eine weitaus größere Zahl der Schutzbriefe in Umlauf bringt, gelingt es ihm, mehr als 62.000 Juden das Leben zu retten. Nach Kriegsende kehrt Carl Lutz in die Schweiz zurück. Doch statt ihm für seine mutigen Bemühungen für die ungarischen Juden zu danken, werfen ihm die Schweizer Behörden Amtsmissbrauch vor. Dass ihm seine eigene Nation die Anerkennung versagt, quält ihn sehr. Doch zahlreiche andere Länder hingegen haben ihn geehrt. 1965 verleiht ihm Israel den Titel des "Gerechten unter den Völkern".


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