Verschleppt und verkauft - Arbeitssklaven in Russland

  • Sasha Gurov wurde unter Drogen gesetzt, seine Papiere wurden gestohlen und er wurde nach Dagestan in eine Ziegelei verschleppt. Vergrößern
    Sasha Gurov wurde unter Drogen gesetzt, seine Papiere wurden gestohlen und er wurde nach Dagestan in eine Ziegelei verschleppt.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Ethnofund Russia/Ele
  • Die Arbeit in den Ziegeleifabriken Dagestans ist sehr hart, die Bedingungen schwer, viele der Arbeiter sind nicht freiwillig dort. Vergrößern
    Die Arbeit in den Ziegeleifabriken Dagestans ist sehr hart, die Bedingungen schwer, viele der Arbeiter sind nicht freiwillig dort.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Ethnofund Russia/Ele
  • Auf vielen Baustellen in Moskau werden billige Arbeitskräfte aus ehemaligen Sowjetrepubliken mit zwielichtigen Arbeitsverträgen ausgebeutet, auch auf dieser. Vergrößern
    Auf vielen Baustellen in Moskau werden billige Arbeitskräfte aus ehemaligen Sowjetrepubliken mit zwielichtigen Arbeitsverträgen ausgebeutet, auch auf dieser.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Ethnofund Russia/Ele
  • Im Büro der Moskauer Anwältin Gulnara Bobodjanova suchen viele Menschen Hilfe, die als moderne Arbeitssklaven ausgebeutet werden, die Anwaltskanzlei wird von den Vereinten Nationen als Projektmodell gegen Sklaverei unterstützt. Vergrößern
    Im Büro der Moskauer Anwältin Gulnara Bobodjanova suchen viele Menschen Hilfe, die als moderne Arbeitssklaven ausgebeutet werden, die Anwaltskanzlei wird von den Vereinten Nationen als Projektmodell gegen Sklaverei unterstützt.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/Ethnofund Russia/Ele
Report, Dokumentation
Verschleppt und verkauft - Arbeitssklaven in Russland

3sat
Fr., 01.06.
20:15 - 21:00


In der Russischen Föderation arbeiten über eine Million Menschen unter sklavenähnlichen Bedingungen, so Schätzungen. Ein Missstand, der in Gesellschaft und Politik durchaus bekannt ist. Nach absoluten Zahlen steht Russland damit auf der jüngsten Liste der Menschenrechtsorganisation "Walk Free Foundation" auf Platz 7 ihres "Welt-Sklaven-Index", relativ nach Einwohnerzahl ist es immerhin noch Platz 16. Es geht um Arbeitssklaven wie Sascha. Er kam aus der Nähe von Moskau in die Hauptstadt, auf der Suche nach Arbeit, vertraute sich schließlich einem Schlepper an. Der betäubte ihn mit KO-Tropfen. Sascha wachte in der Kaukasusrepublik Dagestan auf, in einer Ziegelei. Dort arbeitete er wochenlang ohne Lohn, bis er von Freiwilligen der Hilfsorganisation "Alternativa" befreit wurde. "Ich hatte Angst, dass man mich töten würde, wenn ich einfach abhaue", sagt er heute, zurück in Moskau. Alexey Nikitin und Zakir Ismailov sind die Köpfe von Alternativa. Der Film begleitet sie, wie sie Verschwundenen nachspüren - in den Ziegelbrennereien und auf den Bauernhöfen der Republiken, aber auch in Moskau selbst. "In Russland werden Menschen durch ihre eigenen Landsleute versklavt", sagt Alexey. "Das gibt es sonst nirgendwo in Europa." Eine Anwältin für Arbeitsrecht und ein leitender Staatsanwalt erklären die rechtlichen Lücken, die von den Ausbeutern genutzt werden. Auch sie helfen, Antworten zu geben auf die Frage: Warum grassiert die moderne Sklaverei im Osten Europas? Der Film basiert auf einer gemeinsamen Recherche von der "Story" und der britischen Zeitung "The Guardian".


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