Vielfalt und Tradition - Die Bioregion Mühlviertel

  • Produkte veredeln, weiterentwickeln und so Arbeitsplätze in der Region schaffen - das ist eines der großen Ziele der Bioregion Mühlviertel Vergrößern
    Produkte veredeln, weiterentwickeln und so Arbeitsplätze in der Region schaffen - das ist eines der großen Ziele der Bioregion Mühlviertel
    Fotoquelle: ZDF/ORF
  • Das Mühlviertel gehört zwar landschaftlich zu den schönsten Regionen Österreichs, der Boden aber ist karg und die Ernte daher besonders kostbar. In keiner anderen Region Österreichs gibt es daher einen so hohen Anteil an Biobetrieben wie hier. Vergrößern
    Das Mühlviertel gehört zwar landschaftlich zu den schönsten Regionen Österreichs, der Boden aber ist karg und die Ernte daher besonders kostbar. In keiner anderen Region Österreichs gibt es daher einen so hohen Anteil an Biobetrieben wie hier.
    Fotoquelle: ZDF/ORF
  • Statt alte Streuobstwiesen verschwinden zu lassen, kauft man den Bauern in der Bioregion das Mostobst seit einigen Jahren ab und macht daraus hochertige Moste, Cyder, Säfte und Essige. So wird die Artenvielfalt erhalten. Vergrößern
    Statt alte Streuobstwiesen verschwinden zu lassen, kauft man den Bauern in der Bioregion das Mostobst seit einigen Jahren ab und macht daraus hochertige Moste, Cyder, Säfte und Essige. So wird die Artenvielfalt erhalten.
    Fotoquelle: ZDF/ORF
  • Kräuter gelten in der Landwirtschaft noch immer als absolutes Nischenprodukt. Die Bioregion Mühlviertel beweist aber, dass Höfe mit dem Kräuteranbau durchaus wirtschaftlich erfolgreich geführt werden können - wie etwa die Familie Flögel in Waldburg. Vergrößern
    Kräuter gelten in der Landwirtschaft noch immer als absolutes Nischenprodukt. Die Bioregion Mühlviertel beweist aber, dass Höfe mit dem Kräuteranbau durchaus wirtschaftlich erfolgreich geführt werden können - wie etwa die Familie Flögel in Waldburg.
    Fotoquelle: ZDF/ORF
Report, Land und Leute
Vielfalt und Tradition - Die Bioregion Mühlviertel

Infos
Produktionsland
Österreich
Produktionsdatum
2018
3sat
So., 07.10.
13:05 - 13:30


In keiner anderen Region Österreichs ist der Anteil der Biobetriebe so hoch wie im Mühlviertel. Die Dokumentation stellt einige dieser innovativen Biobetriebe vor. Im Mühlviertel ist der Boden karg, der Sommer kurz und die Ernte daher besonders kostbar. Wer hier mit seinen Produkten erfolgreich sein will, muss höchste Qualität bieten, muss sich von der Masse abheben und mit neuen Ideen ganz besondere Produkte anbieten. Die Rundreise durch die Bioregion Mühlviertel beginnt im Hochsommer. Dann wird rund um die älteste Brauerei Österreichs in Hofstetten, die im Jahr 1229 erstmals urkundlich erwähnt wurde, die Braugerste gedroschen. Seit fünf Generationen braut dort die Familie Krammer und verlässt dabei gern ausgetretene Pfade. "Vielfalt und Tradition" lautet die Philosophie in der gesamten Bioregion, so auch in Hofstetten. Darum heizt man für besondere Biere auch gern einmal im alten Sudhaus ein und braut unter anderem ein Granitbier. Der Biohopfen dazu kommt aus dem Nachbarort, wo Albert und Julia Starlinger aus Auberg im Oberen Mühlviertel vor einigen Jahren von Milchwirtschaft auf Hopfenanbau umgestellt haben. Der Mühlviertler Biohopfen ist vor allem wegen seines einzigartigen Aromas auf der ganzen Welt begehrt und für die Bierbrauer eine absolute Besonderheit. In Kaltenberg, hoch oben an der Grenze zum Waldviertel, hat es die Familie Thauerböck mit ihren Produkten geschafft, ihren Hof wieder im Vollerwerb zu führen. Seit Kurzem baut die Familie wieder eine uralte regionale Getreidesorte an und brennt daraus Mühlviertler Bio-Whisky. Auch die alte Tradition des Pechölbrennens hat die Familie wieder aufleben lassen. Auf riesigen Granitblöcken werden Meiler aus harzreichem Holz aufgebaut und angezündet. Wenn sich das Harz durch die Hitze verflüssigt, rinnt es als Pech vom Stein. Ein altes Hausmittel gegen Wunden, Gicht oder in kleinen Mengen eingenommen sogar zur Raucherentwöhnung. Durch Mut, Ideenreichtum und Qualität haben es auch Franz und Robert Flögel aus Waldburg geschafft, trotz sinkender Einkommen in der Landwirtschaft ihren Hof weiterführen zu können. Franz war einer von fünf Bauern, die vor 30 Jahren das Wagnis eingegangen sind, auf Kräuteranbau umzusteigen - damals ein absolutes Nischenprodukt. Heute bauen die Flögels auf ihren zweieinhalb Hektar statt Getreide verschiedene Minzsorten und Schafgarbe an und beliefern damit die Bergkräutergenossenschaft im Nachbarort Hirschbach. Dort verarbeitet man im Jahr 240 Tonnen Kräuter und sichert damit über 100 Familieneinkommen. Weiter geht die Reise durch die Bioregion Mühlviertel zu Rudi Ortner nach Tragwein. Er betreibt ein Sägewerk, ein traditionelles Familienunternehmen. Um sich beim harten Preiskampf auf dem Holzmarkt abheben zu können, hat er in jahrelanger Forschung ein ganz besonderes Verfahren entwickelt: Er schafft es, ganz ohne Chemie, nur mit Wasser und Wärme, aus frischem Holz Altholz herzustellen. Dieses "neue" Altholz kann im Gegensatz zu herkömmlichem Holz auch zum Bauen verwendet werden, denn es ist statisch berechenbar und zertifiziert. Das "Retrotimber" aus der Bioregion Mühlviertel wird inzwischen in halb Europa verkauft - für Hotels, Dachstühle oder für Chaletdörfer in Österreich und der Schweiz. Zum Schluss führt die Reise auf den Köglerhof in Gramastetten. Dort zeigt Elisabeth Bauernfeind, welche kulinarischen Köstlichkeiten man aus Bionüssen kochen kann.


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