Vincent Peirani - Der neue Atem des Jazz

Musik, Musikerporträt
Vincent Peirani - Der neue Atem des Jazz

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
SWR
So., 31.03.
09:55 - 10:45


Ganz Paris ist sein Atelier. Die Straßen und Plätze seiner Wahlheimat sind für Vincent Peirani musikalische Inspiration. Stets ist er auf der Suche nach neuen Klängen. Sein Akkordeon beherrscht er so perfekt, dass es mal klingt wie eine Orgel, mal wie ein Klavier, dann wie ein Blasinstrument oder eine menschliche Stimme. Genauso vielfältig ist der Stil Peiranis. In Frankreich ist er längst ein Star, in Deutschland macht er seit ein paar Jahren Furore als einer der kreativsten Musiker der europäischen Szene. Peirani gehört zu den führenden französischen Jazzmusikern seiner Generation. Er kennt die Jazztradition ebenso gut wie die klassische europäische Musikgeschichte, er ist wie jeder Jüngere mit Pop und Rock aufgewachsen und nutzt all das, um seinen eigenen Weg zu gehen. Er spielt nicht einfach nur Jazz, er macht Musik. Seine Musik. Und so wie ein Marius Neset das Saxofon zu neuen Ufern führt, so wie ein Adam Ba³dych Geige spielt wie niemand zuvor oder ein Michael Wollny dem improvisierenden Klavierspiel neue Wege weist, so ist auch Vincent Peirani ein Vertreter dieser neuen Generation, die ihre Instrumente neu definiert. Geboren 1980 in Nizza, beginnt er im Alter von elf Jahren Akkordeon zu spielen. Ein Jahr später erhält er Unterricht am Konservatorium seiner Heimatstadt. Schon als Teenager gewinnt er zahlreiche internationale Preise und Wettbewerbe für klassisches Akkordeon. Diese frühen Erfolge ermöglichen ihm schnell europaweite Festivalauftritte (Bayreuth, Salzburg, Wien, Rom, Stockholm). Doch was Jazz ist, weiß er damals noch nicht, diese Musik lernt er erst, schwer erkrankt, in einer Klinik kennen. Während der vielen quälenden Monate im Krankenhaus schwört er sich: Sollte ich je wieder gesund werden, will ich diese Art von Musik machen. 2001 beginnt er ein Jazzstudium am "Conservatoire National Supérieur de Musique" in Paris. Anfangs erntet er mit dem Akkordeon und seiner klassischen Herkunft eher Skepsis, überzeugt aber bald durch einen ganz neuen Blick auf das Akkordeon und macht sich in der Jazzszene Frankreichs schnell einen Namen. Seinen großen Durchbruch hat er 2003 mit dem ersten Preis der "La Défense Jazz Competition". Ein Türöffner für die Zusammenarbeit mit der Crème der französischen Jazzszene. Peirani beschließt, sein Jazzstudium abzubrechen, um mehr Zeit zum Spielen zu haben und arbeitet bald darauf mit Musikern wie Michel Portal, Daniel Humair, dem Renaud Garcia Fons Quintett, Sylvain Luc, Louis Sclavis oder Vincent Courtois. Parallel verfolgt er zahlreiche eigene Projekte und schöpft dabei aus den unterschiedlichsten Genres - von Jazz, Chanson und Weltmusik über Klassik bis hin zu Heavy Rock. Der Film bewegt sich eng an seinem Protagonisten und dessen Musik entlang. Ein Portraitfilm mit inszenierten Musikpassagen und biografischen Rückblicken. Er begleitet Peirani nicht nur bei Konzerten, oder wenn der französische Jazzstar Peirani mit dem deutschen Shootingstar am Klavier, Michael Wollny, auf Tournee geht. Das Filmteam zeigt Originalschauplätze seines Lebens: Sein Elternhaus in Nizza und das Konservatorium, wo der kleine Vincent seinen ersten Unterricht in klassischem Akkordeon erhielt. Und "sein Krankenhaus", in dem er monatelang gelitten hat und wo sein musikalischer Werdegang eine überraschende Wendung hin zum Jazz nahm.


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